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Kommentar

Zeichen der Hoffnung in Ukraine-Krise

Münster

Der Dienstag war ein Tag des vorsichtigen Optimismus. Die Erklärung des Kreml über einen Teilrückzug der russischen Truppen kurz vor dem Eintreffen von Olaf Scholz könnte ein Wendepunkt hin zur Deeskalation sein. Könnte.

Von Claudia Kramer-Santel

Russlands Präsident Wladimir Putin (l) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beim Treffen im Kreml Foto: dpa Foto: Mikhail Klimentyev

Ist es nur ein neuer Winkelzug ­Putins? Oder gibt es eine Ent­warnung in der Ukraine-Krise?

Fest steht: Die Erklärung des Kreml über einen Teilrückzug der russischen Truppen kurz vor dem Eintreffen von Olaf Scholz könnte ein Wendepunkt hin zur Deeskalation sein. Könnte. Denn Putin ist fürs Täuschen und Hakenschlagen bekannt.

Immerhin war der Dienstag ein Tag des vorsichtigen Optimismus. Dafür gab es schon am Montag Anzeichen. Zum einen Zugeständnisse in Kiew beim Scholz-Besuch. Und auch der Kreml sah plötzlich eine Chance für die Diplomatie. Unter anderem in einem bizarren Live-Gespräch zwischen Putin und seinem ansonsten stets bärbeißigen Außenminister Lawrow.

Es ist nun Aufgabe aller Seiten, das zarte Pflänzchen Hoffnung mit allen bekannten diplomatischen Formaten zum Aufblühen zu bringen. Sprich: Eine feste Verein­barung muss her. Schon wird Putin-Kennerin Merkel als Vermittlerin auf den Plan gerufen. Das wird nicht nötig sein. Scholz kennt die Telefonnummer seiner Vorgängerin. Wichtig ist nun: Der Westen muss weiter geschlossen auftreten. In der Tat ist es weiter die „verdammte Pflicht und Aufgabe“ (O-Ton Scholz) aller Regierungschefs, den Krieg mit aller Macht zu verhindern.

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