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Kommentar zur fehlenden Testpflicht an Schulen

Verantwortung liegt auf jungen Schultern

Münster

Ab Montag gilt an den Schulen im Münsterland keine Test- und Maskenpflicht mehr. Das ist riskant, obwohl viele Kinder und Jugendlich wahrscheinlich weiter die Maske aufbehalten werden. Die schwarz-gelbe Landesregierung hätte dennoch etwas warten sollen, findet unser Autor.

Von Joel Hunold

Schon vor den Osterferien wurde die Maskenpflicht in NRW im Unterricht aufgehoben. Dennoch trugen viele Schülerinnen und Schüler weiter Maske. Foto: Guido Kirchner/dpa

Wer am Montagmorgen ein Klassenzimmer betritt, wird wohl weiter in viele mit Masken verdeckte Gesichter blicken. Sowohl die kurze maskenfreie Unterrichtszeit im vergangenen Jahr als auch die Woche vor den Ferien haben gezeigt, dass Kinder und Jugendliche mitunter vernünftiger sind als manche Erwachsene, die nun ungeschützt Käse und Klamotten kaufen.

Dennoch droht Ungemach an den Schulen: Gehen die Coolen und Beliebten voran, fallen die Masken wider die Überzeugung vieler Schüler und Lehrer schneller als ihnen lieb wäre. Natürlich muss irgendwann wieder Unterricht ohne Maske möglich sein. Doch eine Regierung, die Bildung einen hohen Stellenwert einräumt, sollte damit bis nach den Abiturprüfungen warten.

So aber liegt die Last der Verantwortung auf den Schultern der Kita-Eltern und besonders der Kinder und Jugendlichen. Sie müssen sich dem Druck der Gleichal­trigen stellen, wenn sie weiter Maske tragen wollen. Sie müssen die Tests selber kaufen oder ihre Freizeit am Nachmittag opfern, um sich testen zu lassen. Und nun müssen sie alleine dafür sorgen, sich selbst, Freunde, Eltern und Großeltern nicht anzustecken.

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