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Kommentar zum Terror in Paris

Kühlen Kopf bewahren

Unheilvoller hätte das neue Jahr nicht beginnen können. Die Hoffnung auf ein friedlicheres 2015 hat sich mit dem Blutbad in einer Pariser Zeitungsredaktion brutal zerschlagen. Der Wahnsinn des internationalen Terrors meldet sich zurück.

Michael Giese

Tausende trauern in Paris unter dem Motto "Je suis Charlie" (deutsch: "Ich bin Charlie") um die Opfer des Anschlags auf die Satirezeitung Charlie Hebdo. Foto: dpa

Frankreich war gewarnt, weil das Land sich am Kampf gegen die Mörderbande „Islamischer Staat“ beteiligt. Doch das Massaker in der Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ birgt überdies brisanten Zündstoff: Das Attentat in Paris richtet sich gegen die freie Presse. Die Terroristen wollten das Herz der Demokratie treffen. Mithin: Es ist ein Angriff auch auf die Zivilisation, auf die offene Gesellschaft.

Der Anschlag wird die Debatten um Zuwanderung in Frankreich, auch in Deutschland befeuern. Aber es gilt, kühlen Kopf zu bewahren. Niemand sollte diesen Verbrechern den Triumph gönnen, demokratische Werte zerstören zu können. Toleranz ist das Gebot der Stunde. Denn nichts demonstriert deutlicher als die Bestialität des Terrors, wohin Hass und Abschottung führen werden.

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