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Kommentar

Immer mehr Kunden kaufen Billigmarken: Not und Kalkül

Beim Einkaufen im Supermarkt wird immer stärker auf den Preis geachtet. Deshalb kommen die Eigenmarke der Handelsketten in den Blick der Konsumenten.

Ein Kommentar von Jürgen Stilling

Die Menschen in Deutschland lassen beim Einkauf im Supermarkt oder beim Discounter angesichts der hohen Preissteigerungen immer häufiger Markenartikel links liegen und greifen lieber zu den preisgünstigeren Eigenmarken der Handelsketten. Foto: dpa

Sie sind eine bunte Mischung – die Verbraucher, die im Supermarkt oder beim Discounter regelmäßig ihre Einkäufe machen. Gutverdienende, Menschen aus der klassischen Mittelschicht und ärmere Bürger suchen in den Regalen das, was ihnen gefällt und aus ihrer subjektiven Warte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis hat.

Momentan scheint die hohe Inflation das Verhalten all dieser Menschen in eine klare Richtung zu lenken. Es eint sie nun die Frage: Welche Waren sind trotz des Preisgalopps noch günstig zu haben?

Marktwirtschaft entfaltet ihre Wirkung

Die Motivation für die neue Sparsamkeit ist jedoch unterschiedlich. Während die einen aus purer Not zu den Eigenmarken der Handelsketten greifen müssen, versuchen viele andere, die persönliche Preissteigerungsrate in Grenzen zu halten. Nebeneffekt dieses Verhaltens: Die Marktwirtschaft entfaltet ihre Wirkung. Wenn alle auf den Preis achten, lassen sich weitere Erhöhungen nur schwer durchsetzen.

Allerdings bleibt zu wünschen, dass zumindest diejenigen, die sich nach Abflauen der Hochinflation wieder mehr leisten können, ihre Geizmentalität auch wieder ablegen – zum Wohle der Gesamtwirtschaft.

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