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Kommentar

Ein Jahr Corona-Impfungen in NRW: Licht und Schatten

Auf den ersten Blick steht NRW im Ländervergleich ein Jahr knapp ein Jahr nach den ersten Corona-Impfungen gut da – gerade beim Boostern. Aber es gab nicht nur Licht, sondern auch Schatten in der NRW-Impfkampagne. Ein Kommentar.

Von Stefan Biestmann

NRW hat nach dem Saarland bundesweit die beste Booster-Quote. Foto: Christoph Soeder

Schaut man auf die nüchternen Zahlen, steht Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu den anderen Bundesländern gut da: Bei den Zweitimpfungen liegt das Land auf Platz fünf, beim Boostern rangiert NRW sogar auf Position zwei. Aber es ist nicht alles Gold, was glänzt. Das zeigt auch der Blick zurück auf ein Jahr Corona-Impfungen im Land. Denn die Kampagne in NRW lief nicht immer glatt und pannenfrei ab.

Termin-Anmeldestart in Impfzentren damals verpatzt

Das ging schon los mit dem verpatzten Anmeldestart der über 80-Jährigen für die Impfzentren, als die Hotlines am ersten Tag völlig überlastet waren – und die Anrufer verzweifelten. Immerhin folgte die weise Entscheidung, für die unter 80-Jährigen zunächst auf Anmeldungen für einzelne Jahrgänge zu setzen. In schlechter Erinnerung ist vielen Bürgern auch die unselige Hängepartie um die Priorisierungsgruppe 3.

Verbesserungen bei der Impf-Strategie

In der vierten Welle wurden alle Länder vom Vormarsch der Delta-Variante und einem Rekordanstieg der Neuinfektionen kalt erwischt. Dass NRW sich schnell berappelte, ist auch den Hausärzten zu verdanken, die zusätzliche Impfaktionen ausriefen. Aber auch die Kreise und kreisfreien Städte bewiesen Tatkraft, als sie nach der Impfzentren-Schließung Impfstellen eröffneten und mobile Aktionen forcierten. Der zuletzt völlig verunglückte Erlass der NRW-Regierung zum frühen Boostern beweist aber wieder: Es war ein Jahr mit Licht und Schatten.

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