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Kommentar

Lockerungen in Alten- und Pflegeheimen machen Mut

Die coronabedingten Einschränkungen in den Alten- und Pflegeheimen sollen in Nordrhein-Westfalen umfassend gelockert werden. Unter anderem werde die strenge Maskenpflicht aufgehoben, kündigte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) an. Ein wichtiger Schritt zurück zur Normalität, kommentiert Redakteur Mirko Heuping.

Mirko Heuping

Ein Pfleger hält in einem Alten- und Pflegeheim die Hand einer Bewohnerin. Foto: Oliver Berg/dpa

Endlich zeigt die Impfstrategie ­erste positive Auswirkungen. Die Lockerungen für Bewohner von Alten- und Pflegeheimen sind zwar nur ein kleiner Schritt in der Bekämpfung der Pandemie, aber ein großer für ­Pfleger, Angehörige und vor allem für die betroffenen alten Menschen. Sie erhalten ihnen in ihrer verbliebenen Zeit Lebensqualität und geben auch ein Stück Würde zurück. Das ist nicht hoch genug zu bewerten.

Weil es sich bei den Heimen um weitgehend geschlossene Systeme handelt, ist auch das Risiko im Verhältnis zum gewonnenen Mehrwert gering. Kontakte nach außen sind ohnehin selten und weiterhin nur nach negativen Schnelltests der Besucher möglich. Der nun wieder erlaubte Kontakt untereinander wirkt hingegen unter anderem Depressionen und Vereinsamung entgegen.

Für die übrige Gesellschaft sind die Lockerungen ein Mutmacher. Sie zeigen zum einen, dass der Impfstoff ­offenbar wirkt, und zum anderen, dass es – wenn auch langsam – vorangeht. Das Licht am Ende des Tunnels ist nicht mehr nur ein abstrakter Hoffnungsschimmer, es wird sichtbar. Dadurch wächst der Glaube, das Gröbste im Spätsommer wirklich überstanden zu haben.

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