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Kommentar

Vorbereitungen auf den Gas-Lieferstopp: Mehr geht immer

Die Deutschen haben weltweit den Ruf, übertrieben schwarzzumalen. Blickt man jedoch auf die Gasversorgung für den kommenden Winter, ist jede Sorge ohne Frage angebracht.

Von Jürgen Stilling

Die Rettung von Uniper durch den Staat könnte unvermeidlich sein. Foto: dpa

Wirtschaftsminister Robert Habeck ist gut beraten, wenn er sich und auch die Bundesbürger auf schlimmste Szenarien vorbereitet. Stoppt Putin seine Gaslieferungen in Kürze komplett, müssen gleich mehrere Bürden getragen werden. Den Privathaushalten wird der Gashahn zwar nicht zugedreht werden, aber sie müssen sich auf immense Rechnungen einstellen.

Einige Branchen dürften Produktionsstillstände erleben, auch wenn die Wirtschaft insgesamt wohl nur leicht schrumpfen wird. Um noch Schlimmeres zu ­verhindern, ist Habecks Plan, notfalls Versorger zu ver­staatlichen, der einzig gangbare Weg.

Doch was ist jetzt noch zu tun, um die Folgen für das Land und seine Menschen in Grenzen zu halten? Verbraucher und Unternehmen müssen den Ernst der Lage nicht nur registrieren, sondern schnell angemessen handeln. Energie einzusparen, lautet das Gebot der Stunde. Ausreden, schon längst alle Sparmaßnahmen umgesetzt zu haben, dürfen nicht länger gelten. Mehr geht immer.

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