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Kommentar

Mut statt Übermut - Optimismus in der Coronapandemie

Bei allem Respekt gegenüber den vielen Menschen, denen es im Moment nicht gut geht, bei aller Vorsicht gegenüber noch fragilen Verbesserungen, bei all der Schwere, zu der wir Deutschen ohnehin neigen: Es gibt in der wohl größten Krise der Nachkriegszeit Grund zum kontrollierten Optimismus.

Claudia Kramer-Santel

Touristen stehen an einer Aussichtsplattform unterhalb des Schlosses Neuschwanstein. Foto: dpa Foto: Karl-Josef Hildenbrand

Bei allem Respekt gegenüber den vielen Menschen, denen es im Moment nicht gut geht, bei aller Vorsicht gegenüber noch fragilen Verbesserungen, bei all der Schwere, zu der wir Deutschen ohnehin neigen: Es gibt in der wohl größten Krise der Nachkriegszeit Grund zum kontrollierten Optimismus. Optimismus – weil wir auf bessere Zeiten hoffen dürfen. Kontrolliert, weil dies nur gelingt, wenn alle sich weiter vorsichtig verhalten.

Wir brauchen Perspektiven – und so gilt es vor allem, den jungen Menschen nun mit aller Kraft zu helfen aus einer anhaltenden Phase, die viele zurückwirft. Für Kinder gibt es noch nicht einmal zugelassenen Impfstoff. Es braucht einen Kraftakt aus Solidarität und Engagement, um Defizite aufzuarbeiten und ihnen Mut zu machen, ihre aufgeschobenen Ziele erreichen zu können.

Es ist trotzdem richtig, über die Öffnung des inländischen Tourismus nachzudenken. Angesichts der Varianten des Virus ist es unverständlich, wenn Touristen bald in die Ferne reisen dürfen, im eigenen Land aber bei zurückgehenden Inzidenzwerten vor verschlossenen Hoteltüren stehen. Zu Übermut besteht kein Grund. Doch es braucht Lichtblicke – für alle.

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