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Kommentar

Nachhaltigkeit bei der Post: keine Lappalie

Das Thema Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Unternehmen nutzen es als PR-Instrument oder nehmen den ökologischen Umbau ernst. Auch die Post wird ökologischer.

Jürgen Stilling

Die Post will mehr Elektrofahrzeuge einsetzen. Foto: dpa

Ein Unternehmen stellt seinen Nachhaltigkeitsbericht vor, nennt sich fortschrittlich und kündigt weitere Verbesserungen für die Zukunft an – insoweit ähnelt die Mitteilung der Post den üblichen Ankündigungen vieler kleiner und großer Firmen in jüngster Zeit, die sich einen ökologischen Anstrich geben wollen.

Doch beim gelben Marktführer und den anderen Paketzustellern ist die Umstellung auf mehr CO2-vermeidende Transporte nicht nur eine Lappalie. Das Volumen der Lieferungen ist in den vergangenen Jahren wegen der boomenden Online-Bestellungen extrem gewachsen. Und der Trend wird anhalten – allen Appellen zum Trotz, die den stationären Einzelhandel und damit die Innenstädte stärken wollen.

Deshalb ist es ärgerlich, dass das Streetscooter-Projekt der Post gescheitert ist. Doch E-Fahrzeuge für die Zustellung sind sicher auf anderem Wege zu beschaffen. Schwieriger dürfte die Öko-Wende auf der langen Strecke sein – also bei Lkw und Flugzeugen.

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