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Kommentar zum Kohleausstiegsplan

Nägel mit Köpfen

Beim Ausstieg aus der Kohleverstromung wurde ein ausgewogener Kompromiss gefunden. Für die Qualität des Beschlusses der Kohlekommission spricht vor allem eines: Die Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Nach Meinung der Umweltschützer kommt der Ausstieg bis zum Jahr 2038 viel zu spät. Vertreter der Wirtschaft kritisieren das Ausstiegstempo als „harten Schlag“.

Jürgen Stilling

Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB

Ökologisch ist wichtig, dass bereits in den kommenden drei bis vier Jahren eine schnelle Senkung des Kohleanteils an der Stromversorgung hierzulande erfolgen soll. Mindestens so erfreulich ist die Geldspritze, die die sozialen Folgen des Kohleausstiegs in NRW und in Ostdeutschland abfedern soll. 40 Milliarden Euro helfen, einen dringend notwendigen Strukturwandel umzusetzen.

Um die Wogen nun endgültig zu glätten, sollten Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat nun schnell Nägel mit Köpfen machen, sprich die Vorschläge der Kommission in Gesetze gießen. Dann steht einem gesellschaftlichen Konsens in dieser bedeutenden Zukunftsfrage nichts mehr im Wege. Gleichzeitig wird das Regierungsziel, bis 2030 die Emissionen von Treibhausgasen um 40 Prozent zu senken, wieder erreichbar.

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