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Kommentar

Nicht immer rational: Verbraucher ändern ihr Einkaufsverhalten

Manchmal ist es die Not, gelegentlich auch einfach nur Sparsamkeit: Die Verbraucher achten bei derzeit stark steigenden Preisen öfter auf Rabatte oder greifen zur Eigenmarke der Handelskette statt zum klassischen Markenprodukt. Dieses äußerst rationale Verhalten schont nicht nur die eigene Geldbörse, sondern hilft auch, die Inflation insgesamt ein wenig einzudämmen.

Von Jürgen Stilling

Die Preise sind kräftig gestiegen – das wirkt sich auf das Einkaufsverhalten der Verbraucher aus. Foto: dpa

Denn manches Produkt, das sich momentan stark verteuert, ist von den hohe Energiepreisen oder steigenden Einkaufskosten nur bedingt betroffen. Manchmal wird der aktuelle Preistrend nur ausgenutzt, um Kasse zu machen. Wenn die Verbraucher diesen Trend durch ihr Verhalten eindämmen, ist das Marktwirtschaft in ihrer besten Form.

Doch das veränderte Verhalten der Konsumenten hat auch eine irrationale Komponente: Wer täglich an Tankstellen vorbeifährt mit Literpreisen jenseits der Zwei-Euro-Marke, wer permanent mit schrecklichen Bildern und Nachrichten vom Krieg in der Ukraine konfrontiert wird und dann noch aufgefordert wird, dringend Energie zu sparen, bekommt Angst. Diese Furcht lähmt dann den Konsum und die Wirtschaft – ein schlechtes Omen.

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