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Kommentar

Rekord bei Corona-Neuinfektionen: Nicht in Panik verfallen

Die Zahl der Neuinfektionen hat in Deutschland erstmals die Marke von 100.000 überschritten. Trotz des Negativrekords gibt es aufgrund neuer Studien Anlass zu Optimismus. Für eine Entwarnung ist es aber zu früh. Ein Kommentar.

Von Stefan Biestmann

Die Zahl der Neuinfektionen ist in Deutschland erstmals über die Marke von 100 000 gestiegen. Foto: Christian Ohde via www.imago-images.de

Die Achterbahnfahrt während der Corona-Pandemie geht munter weiter: Jetzt führt sie mit dem Überschreiten der 100.000-Neuinfektionen-Marke in neue schwindelerregende Höhen. Und das Ende der Entwicklung ist noch nicht erreicht. Das Beispiel anderer Länder zeigt, dass es noch weiter nach oben gehen kann. Trotz des Negativrekords sollte man aber nicht in Panik verfallen. Anlass zum Optimismus gibt der Blick ins Ausland.

Eine oft zitierte US-Studie zeigt: Omikron ist zwar ansteckender als die Delta-Variante, aber verursacht halb so viele Krankenhauseinweisungen und noch weniger Intensivfälle. Und aktuell ist die Hospitalisierungsrate noch viel niedriger als im Herbst. Zudem wurde der Booster-Turbo spät, aber dann richtig gezündet.

Für Entwarnung ist es aber zu früh. Durch den rapiden Anstieg der Infektionen wird es mehr Klinikeinweisungen geben. Das Beunruhigende: Noch immer sind mehr als 20 Prozent der Deutschen ungeimpft. Bund und Länder müssen die Impfkampagne weiter ankurbeln – und sich für Personalausfälle in der kritischen Infrastruktur wappnen. Verkürzte Quarantänezeiten und Notfallpläne wie für die NRW-Polizei sind wichtige Schritte. Aber Stückwerk reicht nicht. Die Bund-Länder-Konferenz muss am Montag eine Gesamtstrategie gegen die Omikron-Welle liefern.

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