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Kommentar

Protest gegen AfD-Neujahrsempfang: Gesicht gezeigt

In Münster haben es die vermeintlichen Heilsbringer einer selbst ernannten „Alternative für Deutschland“ schwer, mit deutschtümelnder Abschottungs- und Ausgrenzungspolitik Fuß zu fassen. Das hat der breite gesellschaftliche Protest am Freitagabend einmal mehr deutlich gezeigt. 

Dirk Anger

Kreativer Protest gegen Rechts: 8000 Menschen kamen am Freitag zu der vom Bündnis „Keinen Meter den Nazis“ ausgerichteten Protest-Kundgebung gegen den AfD-Neujahrsempfang im historischen Rathaus. Foto: Oliver Werner

Es ist ein klares Signal, auch wenn manch einer eher Nichtbeachtung als angemessene Reaktion empfunden hätte.

Vor dem harten AfD-Kern und seinen Sympathisanten erfuhren in der Vergangenheit schon Pediga-Ableger und ausgewiesene Rechtsextremisten diese Ablehnung: All denen boten die Münsteraner weitestgehend friedlich die Stirn.

Und diesmal sind erneut Tausende aufgestanden, um Gesicht zu zeigen, dass sie in der Stadt des Westfälischen Friedens für eine freie Gesellschaft eintreten und sich nicht vom Sog rechtspopulistischer Propaganda gefangen nehmen lassen.

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Dass die AfD im Rathausfestsaal ihre Parolen unter ein ausgewähltes Volk bringen konnte, verdankt die Partei den Vorzügen des Grundgesetzes, dessen Werte sie in Teilen mindestens missachtet, in anderen sogar bekämpft. Daran sollte jeder denken, der mit dieser Partei sympathisiert.  Dirk Anger

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