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Protest geht auch anders

Schlechtes Abschneiden der AfD in Münster

Münster

Münster ist ein schlechtes Pflaster für Radikale und Extremisten. Diese Erfahrung macht aktuell die AfD. Bundesweit haben die Rechtspopulisten bei der Bundestagswahl nirgendwo so schlecht abgeschnitten wie in der Stadt, in der einst Kardinal von Galen wirkte. Ein Kommentar zum Thema:

Klaus Baumeister

Außen schwarz, innen bunte Flecken: Das Zweitstimmenergebnis aus Münsters Wahllokalen. Die interaktive Karte finden Sie unten im Text. Foto: Screenshot Google Maps

Man kann dieses Phänomen damit abtun, dass es auf der vermeintlichen Insel der Seligen keine Probleme und auch keine Protestwähler gibt. Aber das ist Quatsch. Denn die Münsteraner haben sehr wohl CDU und SPD abgestraft – so wie in der ganzen Republik.

Politische Vernunft

Doch die „verwaisten“ Stimmen sind nicht bei der AfD gelandet, sondern wurden auf andere Parteien verteilt. Der größte Wahlgewinner in Münster war am Sonntag die FDP mit 6,7 Prozentpunkten mehr, während die bundesweite Dauerdebatte über die AfD den Populisten gerade einmal zwei Prozentpunkte mehr bescherte. Auf so viel politische Vernunft darf man durchaus stolz sein.

Bundestagswahl 2017 in Münster: AfD bundesweit nur im Wahlkreis Münster unter 5 Prozent

Interaktive Karte: So wurde in Münsters Wahllokalen abgestimmt

Bundestagswahl 2017: So hat das Münsterland gewählt

In unserer interaktiven Karte können Sie sehen, wie in Ihrem Wahllokal abgestimmt wurde und wo die Hochburgen der sechs großen Parteien in der Stadt sind:

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