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Lauterbach verspielt Vertrauen

Schluss mit Alarmismus

Statt sich als Macher zu präsentieren, gibt Karl Lauterbach weiter lieber den Mahner. Man hat den Eindruck, dass der SPD-Politiker in seinem Amt als Gesundheitsminister immer noch nicht angekommen ist. Ein Kommentar.

Von Stefan Biestmann

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) Foto: Michael Kappeler

Vor einem Dreivierteljahr wurde die neue Bundesregierung vereidigt. Doch man hat den Eindruck, dass Karl Lauterbach in seinem Amt als Gesundheitsminister noch nicht angekommen ist. Statt sich als Macher zu präsentieren, gibt er weiter lieber den Mahner. Zudem ist das Infektionsschutzgesetz, das am Donnerstag im Bundestag verabschiedet werden soll, viel Flickschusterei.

Lauterbach musste schon kräftig nachbessern – nicht nur bei unpraktikablen Kontrollvorschriften zur Maskenpflicht in Innenräumen. Das ständige Hin und Her ist beim Minister Programm. Viel zu oft musste er leichtfertige Aussagen oder verwirrende Tweets wieder einkassieren. Meist war der Geist schon aus der Flasche.

Lauterbachs Warnung vor der „Killer-Variante“ war kein Ausreißer. Jüngst sagte er, dass eine Variante denkbar sei, die besonders Kinder befalle. Doch es sei nicht damit zu rechnen, dass diese Mutation auch komme. Mit solch unnötigen Aussagen stiftet der SPD-Politiker Verwirrung. Selbst der Koalitionspartner FDP wirft ihm zu Recht Panikmache vor. Für den Herbst muss gelten: Schluss mit Alarmismus. Sonst verspielt der frühere „Gesundheitsminister der Herzen“ endgültig das Vertrauen der Bürger.

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