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Kommentar

Schwarz-Grün für NRW rückt näher: Vernünftige Pläne

Mindestens 1000 neue Windräder, weniger Flächenverbrauch und gleiche Bezahlung für Lehrkräfte: Knapp zwei Wochen nach der Landtagswahl in NRW haben CDU und Grüne detaillierte Eckpunkte für ein mögliches Regierungsbündnis vereinbart. Ein Kommentar.

Von Dorle Neumann

Hendrik Wüst (l., CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, und Mona Neubaur, Landesvorsitzende (Bündnis 90/Die Grünen), haben mit ihren Delegationen ein Eckpunktepapier erstellt, das Grundlage für Koalitionsgesprächen sein soll. Foto. dpa Foto: dpa/Rolf Vennenbernd

Nordrhein-Westfalen wird also Neuland betreten: Schwarz und Grün wollen sich zusammenraufen und das Industrieland klimaneutral werden lassen. Ein Ziel, das noch vor gar nicht allzu langer Zeit als Schreckgespenst oder Utopie galt.

Noch verheißungsvoller klingt, was im Eckpunktepapier der potenziellen Koalitionäre zum ureigensten landespolitischen Thema steht – zur Schulpolitik. 10.000 neue Lehrkräfte sollen eingestellt werden – dabei ist es jetzt schon schwierig, qualifizierte Pädagoginnen und Pädagogen zu finden. Das geht also nur mit Quereinsteigern. Dass die Eingangsbesoldung für Lehrkräfte angehoben wird, ist ebenso überfällig wie begrüßenswert.

Schnellbusnetz und neue Radwege

Die Grünen als Verfechter einer Umsteuerung in der Verkehrspolitik und der Ministerpräsident, der als Rheder die Probleme mit dem ÖPNV auf dem Land bestens kennt, wollen zudem ein Schnellbusnetz installieren, auch sollen 1000 Kilometer neue Radwege kommen.

Das klingt alles erstrebenswert und vernünftig. Wenn es dann noch finanzierbar sein wird, könnte es ein Weg sein, den die Wähler und Wählerinnen beider Parteien trotz bisheriger gegenseitiger Vorbehalte mitgehen.

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