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Eurokurs sackt stark ab

Signale verschlafen

Die Europäische Zentralbank bekommt die hohen Preissteigerungsraten immer weniger in den Griff. Die kriegsbedingt hohen Energiekosten schlagen sich inzwischen in einer Preiswelle bei einer Vielzahl von Produkten nieder.

Von Jürgen Stilling

Der Euro verliert aktuell seinen Außenwert. Foto: dpa

Wegen der Flut billigen Geldes, die die Währungshüter der EZB über den Euroraum ausgegossen haben, ist kein Ende dieses Inflationsschubs in Sicht.

Nun kommt aus dem Außenhandel eine zusätzliche Bürde für die Stabilität des Euro: Ein schwacher Kurs der Gemeinschaftswährung im Vergleich zum Dollar lässt die Importpreise noch stärker anziehen. Folge: Die Verbraucher müssen bald wohl mit zusätzlichen extremeren Preissprüngen zurechtkommen.

Die Hauptursache für diese gefährliche Entwicklung liegt ohne Zweifel im Angriffskrieg Putins. Hätte die EZB allerdings rechtzeitig auf die Mahner gehört und die Nullzinspolitik schon korrigiert, als sich erste Inflationssignale zeigten, wäre der Euro heute nicht so schwach und die Preis­steigerung nicht so hoch.

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