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Kommentar: Die AfD-im Stein-Gymnasium

Spiel mit der Empörung

Dies vorab: Die AfD ist nach Auffassung der Staatsorgane eine verfassungskonforme Partei und somit berechtigt, Versammlungen abzuhalten, wie andere demokratische Parteien auch.

Karin Völker

Die AfD darf die Aula des Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums nun doch nicht nutzen. Foto: Karin Völker

Eine zentrale AfD-Veranstaltung in Münster, dazu noch am Tag vor der Landtagswahl, ist für die Partei das beste Rezept, weit über Münster und auch NRW hinaus maximale Aufmerksamkeit zu erzielen. Immer, wenn sich die AfD in Münster treffen will, sind machtvolle Gegendemonstrationen garantiert, wie beim Neujahrsempfang der Partei im Februar. So gesehen ist Münster, wo viele Menschen aktiv Flagge zeigen gegen eine Partei am rechten Rand, ein ideales Pflaster für ihr Spiel mit der Empörung.

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Das dürfte bekannt sein – auch bei der Stadtverwaltung, die der AfD zunächst die Aula überlassen hat und nun erklärt, über den Charakter der Veranstaltung von der Partei getäuscht worden zu sein. Dass schon beim Antrag, die Schule wohlgemerkt am Tag vor der Wahl zu mieten, bei der Stadt niemanden geschwant haben soll, was das bedeuten könnte, erscheint doch sehr blauäugig.  Karin Völker

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