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Kommentar

Steigende Corona-Zahlen: Dann eben 2G

Münster

Sorgenvoller Blick in den Corona-Herbst: Die Impfquote ist zu gering, um ohne Probleme durch die kalte Jahreszeit zu kommen, sagen Experten. Ein neuer Lockdown muss unbedingt vermieden werden. Wenn die Einsicht fehlt, müssen eben andere Maßnahmen her. Ein Kommentar

Von Elmar Ries

Die Zahl der Covid-19-Fälle ist in Deutschland auf insgesamt über vier Millionen gestiegen. Die Zahl der Impfungen reicht nicht, um sorgenfrei durch den Herbst und Winter zu kommen, sagen Experten. Foto: Foto: Rüdiger Wölk via www.imago-images.de

Mahnen, appellieren, sachte Druck aufbauen: Es nützt bislang alles nichts, die Impfquote ist in Deutschland zu gering, um sorgenfrei durch den Herbst und den Winter zu kommen. Die Folgen liegen auf der Hand: Kontaktbeschränkungen in Stufe 1, im schlimmsten Fall ein wie auch immer gearteter Lockdown. Beides kann, beides muss vermieden werden. Nur, wie schaffen wir das?

Mit Blick auf die Corona-Pandemie war das Wochenende wieder eines der schlechten Nachrichten. Die Zahl der Infizierten stieg deutschlandweit auf insgesamt über vier Millionen, die Inzidenz klettert ebenfalls weiter. Und Bundesgesundheitsminister Jens Spahn rief erneut die noch immer zögerlichen Bundesbürger auf, endlich die Ärmel aufzukrempeln und sich impfen zu lassen.

Es müssen härtere Maßnahmen her

Appelle sind gut, wenn sie aber nicht fruchten, müssen andere, eindeutigere, härtere Maßnahmen her. 2G anstatt 3G wäre eine Option. Also: Der Besuch in der Kneipe, im Konzert in der Kirche nur noch für Geimpfte und Genesene. Wer meint, dass Testen reicht, bleibt eben draußen. Klar, so zu verfahren ist drakonisch, sorgt nicht für Einsicht, sondern für Ärger. Nur: Ein neuer Lockdown wäre schlimmer. Einziges Problem beim 2G-Primat: Wer kontrolliert – und zwar konsequent?

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