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„Himmelslaternen“ lösen Brand im Krefelder Zoo aus

Sträflicher Leichtsinn

Krefeld

Trauriges Neujahr in Krefeld: Ein Feuer hat in der Nacht zum 1. Januar das Affenhaus des Zoos komplett zerstört, mehr als 30 Tiere das Leben gekostet. Ein Kommentar unseres Redaktionsmitglieds Martin Ellerich.

Martin Ellerich

Von dem in den 70er Jahren auch mit Spenden vieler Krefelder errichteten Affentropenhaus blieben nur Trümmer übrig. Foto: Christoph Reichwein/dpa

Ballons mit Glück- und Segenswünschen für das neue Jahr haben in dessen erster Stunde die Katastrophe ausgelöst. So stellt sich der Ablauf derzeit da. Gefährlicher, sträflicher Leichtsinn – anders kann man nicht nennen, was Feiernde da zu verantworten haben.

Ihr Party-Gag hat 30 Affen das Leben gekostet. Er hat die jahrelange Arbeit der Zoo-Mitarbeiter für den Schutz und Erhalt dieser wunderbaren Tiere zunichte gemacht, und er trifft zahlreiche Krefelder ins Herz, wie deren erste Reaktionen vor den Toren des Zoos zeigen.

Das 1975 errichtete Affenhaus war über Jahre das Aushängeschild des Zoos. Befreit aus engen Käfigen, bewegten sich die Tiere hier im feucht-warmen Klima zwischen Bäumen und Grün – für die 1970er Jahre war das vorbildlich. Die Krefelder waren stolz auf „ihr“ Affenhaus, viele kannten die Namen „ihrer“ Orang-Utans.

Jetzt, da dies alles Asche und Rauch ist, wird der Ruf nach Verboten laut. Nur: Die „Himmelslaternen“ sind hierzulande längst verboten. Das hat die mutmaßlichen Verursacher offensichtlich nicht gehindert, die gefährlichen Fackeln fliegen zu lassen – übrigens über einer Großstadt, in der auch 227.000 Menschen wohnen.

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