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Kommentar: Kurze Durststrecke

Supermärkte stecken in einer Krise

Die Folgen der extremen Preissteigerungen sind gewaltig. ­Viele Verbraucher müssen bei ihren Einkäufen inzwischen sehr genau hinschauen, um noch alle notwendigen Produkte bezahlen zu können.

Von Jürgen Stilling

Lebensmittel liegen in einem Einkaufswagen in einem Supermarkt. Foto: Fabian Sommer/dpa/Symbolbild

Bei den Lebensmittelhändlern sorgt dieser zunehmende Ansturm auf Sonderangebote für geringere Gewinne. Hinzu kommen hohe Energiekosten und mächtige Lieferanten, die massive Aufschläge kassieren wollen.

Im Kampf mit großen Markenherstellern fechten die Supermarkt-Ketten indes auch für die Konsumenten. Mit der Weigerung, exorbitante Preissteigerungen für beliebte Marken hinzunehmen, bremsen die Händler die Inflation insgesamt. Bravo! Die dadurch leeren Regale sollten die Kunden deshalb nicht verärgern.

Auch wenn der Lebensmittelhandel aktuell in der Krise steckt: Den Verbrauchern ist weiter zu raten, preis­sensibel einzukaufen. Mitleid mit den Händlern ist fehl am Platze. In den Lockdown-Phasen der Corona-Pandemie wurden mit Nahrungsmitteln und anderen Produkten des täglichen Bedarfs gute Geschäfte gemacht. Die – hoffentlich – kurze Durststrecke bis zur Dämpfung der Inflation können die Läden daher ohne Blessuren überstehen.

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