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Kommentar

Team und Verband nah am Maximum: Chance auch ohne Gold

Auch wenn der große Traum vom Titel unerfüllt bleibt, haben der deutsche Handball, die Nationalmannschaft und auch der DHB nahezu das Maximum aus dieser Heim-WM herausgeholt – so bitter die klare Niederlage gegen Norwegen auch war. 

Thomas Rellmann

Deutschlands Steffen Weinhold (l.) und Fabian Wiede reagieren nach dem Spiel. Foto: Soeren Stache/dpa

Das Team präsentierte sich anders als vor einem Jahr als solches, Trainer Christian Prokop hat an Lockerheit und gleichzeitig an Autorität gewonnen. Der Verband durfte sich über eine überragende Unterstützung in den Hallen, sensationelle TV-Quoten und viel Aufmerksamkeit im ganzen Land freuen. All das war im Vorfeld nicht zwingend zu erwarten.

Nun liegt es an den Funktionären, aber auch den vielen Ehrenamtlern in den Vereinen, den Boom zu nutzen. Für mehr Interesse an der Bundesliga, vor allem aber für die Akquise und Förderung junger Talente. 2007 und auch 2016, nach den letzten großen Erfolgen, verpuffte der Effekt doch schneller als erhofft, diesmal sind die Voraussetzungen besser. Der Handball hat schon immer gute Typen hervorgebracht. Nun standen sie mehr denn je im Fokus. Und taugen als Vorbilder für die Jugend. Auch ohne Goldmedaille.

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