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Kommentar

Habeck setzt Gas-Frühwarnstufe in Kraft: Tragbare Folgen

Die Gefahr, dass Putin den EU-Ländern den Gashahn zudreht, ist real. Der Weg, den Wirtschaftsminister Robert Habeck nun beschritten hat, indem er die erste Warnstufe des Notfallplans in Kraft gesetzt hat, ist daher nur folgerichtig.

Von Jürgen Stilling

Die Versorgung mit russischem Gas ist durch den Ukraine-Krieg bedroht. Foto: dpa

Die erste Warnstufe des Notfallplans auszurufen, bedeutet jedoch keinesfalls, dass Gas kurzfristig knapp wird. Insofern besteht kein Grund zur Panik. Doch bei minimalen Reserven in den Gastanks im Land würde ein russischer Lieferstopp schnell zu Engpässen führen – und damit zum Produktions-Aus in einigen Industriezweigen.

Ein solches Szenario würde die deutsche Wirtschaft in eine Rezession stürzen. Nicht nur die direkt betroffenen Sparten wie etwa die Stahlbranche wären dann nicht mehr in der Lage, ihre Fertigung aufrechtzuerhalten. Indirekte Folgewirkungen beispielsweise in der der Autoindustrie wären die logische Konsequenz.

Wirtschaftsforscher erwarten beim Ausbleiben russischer Gaslieferungen einen Rückgang der deutschen Wirtschaftsleistung um drei Prozent – mit entsprechenden Belastungen für den Arbeitsmarkt. Das sind ohne Zweifel bittere Folgen – doch angesichts des Leids in der Ukraine sollten wir sie tragen, um Putin zu stoppen.

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