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Kommentar zur Kritik des Wehrbeauftragten

Trümmertruppen-Alarm

Alle Jahre wieder kritisiert der Wehrbeauftragte die Mangelwirtschaft bei der Bundeswehr. Und nichts passiert. Natürlich gehört das Klagen zur unausgesprochenen Aufgabenbeschreibung eines Wehrbeauftragten. Doch Hans-Peter Barthels' Kritik ist mehr als ein Ritual. Die Bundeswehr ist in der Tat auf den Hund gekommen.

Elmar Ries

Foto: Julian Stratenschulte/dpa

Material hoffnungslos veraltet, Kasernen marode, Personal per Rosskur aufs Minimum geschrumpft und kein neues in Sicht: Effektivität und Einsatzfähigkeit sieht anders aus. Beides aber fordert nicht nur peinlich polternd Donald Trump, es fordern auch die Nato-Partner. Für die Truppe ist all das ein Trauerspiel, für Deutschland insgesamt ist es blamabel. Weil die Misere System hat und überdies Ausdruck einer Haltung ist. Der nämlich, dass die Bundeswehr Regierung und Gesellschaft leider ziemlich egal geworden ist.

Thema Sicherheit

Mehr Geld für die Verteidigung. Das ist eine notwendige Konsequenz, die aber nur langfristig wirkt – und längst nicht ausreicht. Dem Thema Sicherheit muss grundsätzlich mehr Bedeutung beigemessen werden. Dazu gehört die Einsicht, dass Deutschland sich zwar eine Trümmertruppe leisten, aber nicht erlauben kann.

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