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Kommentar

Weniger Menschen sterben auf der Straße dank segensreicher Technik

Münster

Im ver­gangenen Jahr sind auf den Straßen Nordrhein-West­falens wieder mehr Unfälle passiert. Allerdings ist die Zahl der Toten und Schwerverletzten noch nie so ­niedrig gewesen. Und das hat Gründe. Ein Kommentar.

Von Uwe Gebauer

Weniger Tote, mehr Fahrten unter Drogeneinfluss – das ist die Bilanz für 2021 in NRW. Weniger Tote, mehr Fahrten unter Drogeneinfluss – das ist die Bilanz für 2021 in NRW. Foto: Schulz/SDMG/dpa

In diesen Tagen sucht man sie mit der Lupe. Aber es gibt sie doch: ­gute Nachrichten. Dass auf unseren Straßen trotz leicht steigender Unfallzahlen immer weniger Menschen ­sterben, dass zudem auch die Zahl der Schwerverletzten zurückgeht, ist eine wirklich gute Nachricht.

Diese Nachricht hält sogar einer genaueren Über­prüfung stand. Die zurückgehenden Opferzahlen sind eben nicht nur das Randprodukt sinkender Fahrleistungen. Offensichtlich werden unsere Autos wirklich immer sicherer. Assistenzsysteme entschärfen manche kritische Situation; steife Karosserien mit Knautschzonen und Airbags an den richtigen Stellen schützen nicht nur die Insassen, sondern zunehmend auch Fußgänger und Radfahrer. Also sollten wir dafür sorgen, dass diese ­wirkungsvolle Technik sich über alle Fahrzeugklassen hinweg zügig durchsetzt.

Im höchsten Maße ärgerlich ist allerdings die Tatsache, dass der Faktor Mensch an anderer Stelle als Unfall­ursache wieder bedeutender wird. Gegen Fahrer im ­Drogen- oder Alkoholrausch helfen intelligente Fahr­zeuge wohl nur begrenzt. Konsequente Kontrollen ­allerdings dürfen hier Wirkung zeigen.

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