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Kommentar

Zahl der Baugenehmigungen sinkt: Der Traum lebt

Die Baubranche ist seit Jahren die Erfolgssparte Nummer eins unter den deutschen Wirtschaftszweigen. Doch nun bekommt sie massiven Gegenwind.

Ein Kommentar von Jürgen Stilling

Vor allem für Einfamilienhäuser werden weniger Baugenehmigungen beantragt. Foto: dpa

Schon seit Längerem sind in der Bauwirtschaft wegen der globalen Lieferkrise zahlreiche Materialien knapp. In der Folge stiegen die ­Baupreise in Rekordgeschwindigkeit. Der Boom kam dennoch nicht zum Erliegen.

Aber jetzt wird die Zinswende zum Bremsklotz: Sie macht das Bauen für viele Familien unbezahlbar. Waren die explodierenden Grundstückspreise und Handwerkerrechnungen lange Zeit wegen des Minizins-Niveaus verkraftbar, hat die Ankündigung der Europäischen Zen­tralbank, die Zinsen in Kürze zu erhöhen, den Hypothekenkrediten einen deutlichen Aufwärtstrend beschert. Schon zuvor hatten sich sukzessive schlechtere Konditionen für Hausfinanzierungen breitgemacht.

Müssen die Träume vom Eigenheim also ad acta gelegt werden? Nicht unbedingt. Die erzwungene sinkende Nachfrage nach eigenen vier Wänden dürfte die Preise für Gebrauchtimmobilien auf dem Land ins Rutschen bringen – und die Chance auf Schnäppchen erhöhen.

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