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Kommentar 

Zuschauer kehren zurück: Gleiches Recht für alle

Münster/Berlin

Der Beschluss ist ausgearbeitet. Bundesweit dürfen bei Sportveranstaltungen bis zu 10.000 Menschen dabei sein. Einige Bundesländer waren bereits vorher ausgeschert. Somit gilt nun gleiches Recht für alle. Ein Kommentar.

Von Jonas Austermann

Die Tribünen des Berliner Olympiastadions waren am 18. Spieltag der Fußball-Bundesliga fast menschenleer. Foto: Andreas Gora/dpa

Die Zuschauer bei Sportveranstaltungen kehren zurück – und damit auch ein Stück Normalität. Bis zu 10.000 Fans im Freien und maximal 4000 in geschlossenen Räumen sehen die neuen Regelungen der Staats- und Senatskanzleien vor.

Dieser Schritt ist längst überfällig, zumal einige Bundesländer wie Bayern ausgeschert waren und dafür im Alleingang Lockerungen der Corona-Maßnahmen beschlossen hatten.

Lockerungen kommen immer gut an

Künftig gilt nun gleiches Recht für alle – das entspricht den sportlichen Grundsätzen. Der Beschluss kommt für die ganze Gesellschaft einem Silberstreif am Horizont gleich. Es keimt Hoffnung, dass die Pandemie in naher Zukunft zumindest so weit unter Kontrolle sein könnte, dass ein halbwegs normales Leben möglich ist. Dazu zählt der Besuch von Sportveranstaltungen.

In diesen Zeiten gibt es immer auch ein Aber. Die ­Lockerungen sind zu begrüßen, aber sie müssen sofort zurückgenommen werden, wenn sich die Corona-Lage verschärft. Noch etwas: Im Saarland, in Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen stehen in diesem Jahr Landtagswahlen an. Und Lockerungen kommen bei der (Wahl-)Bevölkerung immer gut an. Ein Schelm, wer Böses bei den neuesten Beschlüssen denkt.

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