1. www.wn.de
  2. >
  3. Muenster
  4. >
  5. 1077 Menschen suchten Rat in der Krise

  6. >

Beratungsstelle des Bistums zieht Bilanz

1077 Menschen suchten Rat in der Krise

Münster

Corona hat die Arbeit der Ehe-, Familien- und Lebensberatung des Bistums im vergangenen Jahr maßgeblich bestimmt. Mehr als 1000 Menschen suchten dort Hilfe in unterschiedlichen Situationen.

 

Ursula Demmel, Leiterin der EFL-Beratungsstelle Münster Foto: privat

1077 Menschen haben im vergangenen Jahr bei der Bewältigung einer schwierigen persönlichen Lebenssituation Hilfe in der Ehe-, Familien- und Lebensberatung (EFL) des Bistums in der Beratungsstelle in Münster gefunden. Wegen der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, insbesondere dem Wegfall aller Gruppenangebote, ist die Zahl der Klientinnen und Klienten im Vergleich zum Vorjahr um rund 250 zurückgegangen, berichtet das Bistum in einer Pressemitteilung.

„Corona hat die Arbeit der Ehe-, Familien- und Lebensberatung im vergangenen Jahr maßgeblich bestimmt“, erklärt Ursula Demmel, Leiterin der Beratungsstelle. Die Auswirkungen der Pandemie auf das seelische Wohlergehen zeichneten sich mit anhaltender Krise immer deutlicher ab. „Eine Entwicklung, die sich sowohl in einer steigenden Nachfrage nach Beratung als auch in den formulierten Anliegen unserer Klientinnen und Klienten niedergeschlagen hat“, berichtet sie.

Mitarbeiter hoch motiviert

Wichtig sei es ihr und dem Team gewesen, die Angebote der EFL während des gesamten Jahres aufrechtzuerhalten, ergänzende Hilfen anzubieten und Hürden abzubauen. „Das ist uns glücklicherweise gelungen – auch dank der hohen Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“, freut sich Ursula Demmel.

Zwar habe die Beratungsstelle im März 2020 zunächst schließen müssen, jedoch seien die Telefon-, Chat- und Videoberatungen in kürzester Zeit ausgebaut worden. Ratsuchende hätten auf diese Weise niedrigschwellig ein Beratungsangebot wahrnehmen können. Im Mai konnten die Beratungen dann unter strengen Hygieneauflagen auch wieder vor Ort angeboten werden. „Viele Klientinnen und Klienten haben diese Möglichkeit in Anspruch genommen und sich über die offenen Türen gefreut“, blickt die Leiterin zurück. Insbesondere junge Paare und Menschen mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko würden bis heute von der digitalen Begleitung profitieren.

Jahresbericht als Download

Die Zahlen gehen aus dem gemeinsamen Jahresbericht 2020 der EFL-Beratungsstellen hervor, der sich mit neuem Konzept und neuem Layout präsentiert. Neben den Daten und Fakten, die zu einem Jahresbericht gehören, finden die Leserinnen und Leser Geschichten und Interviews rund um das Thema „Auf der Suche nach Normalität“.

Der EFL-Jahresbericht steht auf www.ehefamilieleben.de zum Download bereit.

Startseite