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Rat beschließt Bau des Südbades

14 Jahre Warten haben ein Ende

Münster

Im Jahr 2007 wurde das alte Südbad in Münster abgerissen. 14 Jahre später können sich Bade-Freunde und fleißige Schwimmer freuen: Ab Sommer wird tatsächlich das neue Südbad gebaut.

Klaus Baumeister

Das alte Südbau aus der Nachkriegszeit ist Geschichte. 14 Jahre nach dem umstrittenen Abriss des maroden Gebäudes hat der Rat mit großer Mehrheit den Bau eines neuen Südbades beschlossen. Foto: Stadt Münster - Dürrich

14 Jahre lang hat der Südbadverein für ein neues Südbad an alter Stelle gekämpft. Jetzt steht er kurz vor der Erfüllung seiner Träume. Kein Wunder, dass der GAL-Fraktionschef Christoph Kattentidt auf diesen Verein zu sprechen kam, als der Rat mit großer Mehrheit am Mittwochabend den Baubeschluss fasste.

Der Baubeschluss beinhalte auch die Erkenntnis, so Kattentidt, dass „der Abriss 2007 ein Fehler“ gewesen sei. Auf diesen Fehler habe der Südbadverein immer wieder hingewiesen. Damals wie heute gelte: „Das Geistviertel braucht das Südbad.“ Vorbei seien demnächst die Zeiten, dass Kinder aus dem Süden des Stadtbezirks Mitte zum Schulschwimmen nach Roxel fahren müssten.

Wahlkampfversprechen von 2009 eingelöst

Kattentidt dankte dem ehemaligen Bündnispartner CDU, dass man in der zurückliegenden Ratsperiode gemeinsam den Grundsatzbeschluss für den Neubau gefällt habe. Schmunzelnd wies der Fraktionschef darauf hin, dass nur zwei Parteien in den 14 Jahren ihre Meinung zum Südbad nicht geändert hätten, die FDP und Grünen: „Wir waren immer dafür, die FDP war immer dagegen.“

Der FDP-Fraktionschef Jörg Berens griff diesen Ball auf und dankte der CDU dafür, dass „sie damals gemeinsam mit uns das Südbad geschlossen“ habe. Da die ambivalente Position der CDU somit angesprochen war, griff der CDU-Ratsherr Andreas Nicklas in die Debatte ein und meinte: „Man darf im Laufe der Jahre auch schon mal schlauer werden.“ So ganz nebenbei löst Oberbürgermeister Markus Lewe mit dem neuen Südbad ein Wahlkampfversprechen aus dem Jahr 2009 ein.

Philipp Hagemann (SPD)

In der Aussprache durfte der Abstecher zu dem insbesondere von der SPD favorisierten Bad Gievenbeck nicht fehlen. In Erwiderung auf die Forderung der FDP nach einem neuen Bäderkonzept meinte der SPD-Ratsherr Philipp Hagemann: „Wir benötigen kein Bäderkonzept, um zu wissen, dass in Münster ein Sport- und Familienbad fehlt.“

Gegen das neue Südbad stimmten ÖDP, Die Partei und der parteilose Georgios Tsakalidis. ÖDP-Ratsherr Franz Pohlmann begründete seine Ablehnung damit, dass das Südbad nicht klimaneutral konzipiert sei. Die GAL-Ratsfrau Ingrid Kremer erwiderte, dann man in der Planung nachgebessert und beispielsweise die Photovoltaikanlage auf dem Dach des Bades vergrößert habe.

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