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Virus breitet sich aus

14 weitere Corona-Fälle in der JVA Münster

Münster

Die Zahl der Corona-Infizierten in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Münster ist nach dem in dieser Woche bekannt gewordenen Ausbruch weiter gestiegen. 14 weitere Fälle wurden am Donnerstag bestätigt. Doch noch stehen weitere Testergebnisse aus.

Von Ralf Repöhler

In der JVA in Münster wurden weitere Corona-Infektionen bestätigt. Foto: Pjer Biederstädt

Die Zahl der mit Corona infizierten Häftlinge in der Justizvollzugsanstalt (JVA) Münster ist auf 17 gestiegen. Nach den ersten vorliegenden PCR-Testergebnissen haben sich neben den drei ersten Fällen 14 weitere Insassen mit dem Virus angesteckt. Zu den zusätzlich zwei infizierten Bediensteten sind bei den Mitarbeitenden bislang keine weiteren Fälle hinzugekommen. Das bestätigte am Donnerstag eine JVA-Sprecherin. Keiner der Erkrankten sei in einem kritischen Zustand oder müsse stationär behandelt werden.

Nachdem ein Häftling am vergangenen Sonntag über Symptome geklagt hatte und positiv getestet wurde, sind weiterhin 58 Gefängnis-Insassen und 20 JVA-Mitarbeitende als Kontaktpersonen in Quarantäne. Die Bediensteten haben inzwischen alle einen PCR-Test gemacht, 19 waren negativ, ein Test muss wiederholt werden. Die Häftlinge, die sich in Quarantäne befinden, haben noch nicht alle einen solchen Test machen können. „Wir warten auf weitere Ergebnisse und müssen mit weiteren Fällen rechnen“, so die Sprecherin.

Stimmung ist angespannt

Die JVA hat in Absprache mit dem städtischen Gesundheitsamt mehrere Maßnahmen umgesetzt. So wurde in zwei Gebäudeflügeln eine separate Quarantänestation eingerichtet. Die JVA erarbeitet laut Stadt ein Konzept, wie die Duschräume von den unter Quarantäne stehenden Insassen sicher genutzt werden können.

Die Häftlinge, die in Quarantäne sind, müssen in ihren Zellen bleiben, bestätigt die JVA-Sprecherin. Sie gehen nicht zur Arbeit, interne Gruppen- und Sportveranstaltungen sind abgesagt worden. Besuche sind, mit Ausnahme von Anwälten, nicht mehr erlaubt. Neue Inhaftierte werden nur in Einzelfällen in die JVA Münster verlegt.

Die Stimmung unter den Inhaftierten sei „schon ein bisschen angespannt“, räumt die Sprecherin ein. Viele Häftlinge mussten wegen des Corona-Ausbruchs innerhalb der JVA verlegt werden. Wie das Virus in das Gefängnis kam, ist unbekannt. Der Besuchsverkehr war zwar eingeschränkt. Aber darüber hinaus kommen Bedienstete, Lieferanten und Anwälte jeden Tag in das Gebäude, so die Sprecherin.

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