Einbürgerungsanträge

162 Briten aus Münster sind jetzt Deutsche

Münster

Europa, das bedeutet für viele vor allem unkompliziertes Reisen ohne Pass. Der Brexit macht das mit Blick auf Großbritannien nun zunichte. Immer mehr Briten, die in Münster leben, ziehen deshalb die Konsequenzen und beantragen die deutsche Staatsbürgerschaft.

Karin Völker

Foto: dpa

Die Zahl von in Münster lebenden Briten, die einen Einbürgerungsantrag in Deutschland gestellt haben, hat im vergangenen Jahr eine Rekordmarke erreicht. Seit dem Brexit-Referendum im Juni 2016 wurden 162 Briten aus Münster deutsche Staatsbürger, allein vier seit Anfang Januar 2020.

Weiterhin warten derzeit noch 44 Briten auf den Abschluss ihrer Einbürgerungsanträge, weitere 15 haben im kommenden halben Jahr Termine zur Antragstellung vereinbart, heißt es bei der Stadt Münster.

Folgen für Städtepartnerschaft

Der Brexit bedeutet keineswegs das Ende der Städtepartnerschaft Münsters mit dem nordenglischen York. Die beiden Städte haben offiziell ihre Verbundenheit bekräftigt und wollen ihre Beziehungen noch intensiver gestalten, wie Oberbürgermeister Markus Lewe jetzt am Rande des Neujahrsempfangs der CDU betonte. Er hat kürzlich, unter anderem in Begleitung von WWU-Rektor Johannes Wessels York besucht um, die Partnerschaft zu festigen.

Das hat auch der Partnerschaftsverein Münster-York vor. Die beiden Vorstandsmitglieder Bernhard Brämswig und Marianne Koch reisen zu Karneval nach York – „wir haben uns vorsichtshalber Reisepässe besorgt“, so Koch. Im Sommer werde wieder eine Gruppe des Vereins zu einer Begegnungsreise nach York starten.

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