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Impfbeginn in Münster

180 Impfdosen zum Start, weitere 2000 bis zum Jahresende

Münster

180 statt 329: Am kommenden Wochenende liefert das Land Nordrhein-Westfalen die ersten Impfdosen an Münster. Statt der zuletzt angekündigten 329 Dosen werden es Angaben der Stadt zufolge jedoch nur 180 sein. Bis zum Jahresende kommt aber ein größerer Nachschub.

WN

Ab dem 27. Dezember sollen die ersten Bürgerinnen und Bürger geimpft werden. Foto: dpa

Erst deutlich weniger, dann aber schnell mehr: NRW liefert am kommenden Wochenende die ersten Impfdosen an Münster. Bisher waren 329 Dosen angekündigt, jetzt werden es jedoch vorerst nur 180 sein. Diese überraschende Mitteilung erhielt der Corona-Krisenstab am Dienstagmorgen während seiner 61. Sitzung, wie die Stadt mitteilt.

„Dies bedeutet, dass wir am Sonntag zunächst wie geplant alle Bewohnerinnen und Bewohner im Johanniter-Stift und im Handorfer Hof mit dem Impfmittel versorgen, dann die verbleibenden Dosen möglichst vielen Mitarbeitenden in diesen Häusern zukommen lassen“, sagt Dr. Hendrik Oen, mit Dr. Peter Münster ärztliche Leitung des Impfzentrums. Wer am Sonntag keine Impfdosis erhalten kann, wird zwei Tage später aus einer weiteren Charge geimpft.

Drei Chargen bis zum Jahresende

Denn das Land hat bis zum Jahresende zwei zusätzliche Impfstoff-Lieferungen mit insgesamt rund 2000 Dosen angekündigt. Sprich: Deutlich mehr Pflegeeinrichtungen können somit noch in diesem Jahr mit Erstimpfungen versorgt werden. Ausreichend Material für die Zweitimpfung nach 21 Tagen hält das Land bis Mitte Januar zurück, heißt es weiter.

„Wir sind flexibel und freuen uns über jede zusätzliche Impfung, die möglich wird“, reagiert Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer auf die neue Entwicklung.

Herausforderungen für Pflegeeinrichtungen

Die jüngste Ankündigung stellt die unter anderem durch Familienbesuche an den Weihnachtstagen unter Dauerbelastung stehenden Einrichtungen vor weitere Herausforderungen. Schon seit Beginn der Pandemie werde dort rund um die Uhr und unter immer neuen Rahmenbedingungen herausragende Arbeit zum Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner geleistet, lässt die Stadt wissen.

Dies werde in den kommenden Tagen nicht anders sein, wenn Angehörige den Einrichtungen einen Weihnachtsbesuch abstatten wollen. Laut Landesgesundheitsministerium sollen die Pflegeeinrichtungen dann zur Corona-Schnelltestung Unterstützung von Hilfsorganisationen erhalten. Diese seien zur Hilfe bereit, könnten aber so kurzfristig kein flächendeckendes Angebot gewährleisten, heißt es.

Die Stadt Münster frage zusätzlich innerhalb der Freiwilligen Feuerwehr nach Möglichkeiten, während der Weihnachtsfeiertage und danach zu helfen. Die Hilfsorganisationen DRK, ASB, JUH und MHD arbeiten nun gemeinsam mit THW und Freiwilliger Feuerwehr an einem Umsetzungskonzept.

Hohe Impfbereitschaft

„Wir wissen, was den Freiwilligen damit abverlangt wird und danken jedem und jeder Einzelnen für diese Hilfe“, so Wolfgang Heuer. Und: „Oberstes Ziel ist es, die Bewohnerinnen und Bewohner der Pflegeeinrichtungen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen – dies gelingt am effektivsten durch Kontaktreduzierung.“

Derweil ist die Impfbereitschaft in den beiden genannten Pflegeeinrichtungen enorm; allein unter den Bewohnerinnen und Bewohnern im Johanniter-Stift liege diese aktuell bei etwa 95 Prozent, so Dr. Peter Münster am Dienstagnachmittag.

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