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Erste Insekten aufgetaucht

2017 könnte zum Super-Wespenjahr werden

Münster

Am Wochenende sind die ersten Wespen durch Münster geschwirrt. Das sei ungewöhnlich früh, betonen Experten. Sie halten es für möglich, dass 2017 zum „Super-Wespenjahr“ wird.

Martin Kalitschke

Am Wochenende waren in Münster bereits etliche Wespen unterwegs. Foto: dpa

Wird 2017 zu einem Super-Wespenjahr? Am fast schon sommerlichen Sonntagnachmittag tauchten die Insekten bereits in etlichen Biergärten und Eiscafés auf, nervten die Gäste und steuerten Teller an. „Das ist ungewöhnlich früh“, betont Dr. Werner Mühlen vom Institut für Bienenkunde der Landwirtschaftskammer. „Wenn das Wetter nicht noch einmal richtig winterlich wird, könnte das ein großes Wespenjahr werden.“

Königinnen bauen Völker auf

Das Bild, das sich in manchen Außengastronomien bot, erinnerte schon fast an Juli oder August, wenn Wespen die ganze Stadt unsicher machen. Mühlen vermutet, dass es sich wohl um Königinnen gehandelt hat, die gerade dabei seien, ihre Völker aufzubauen – und wegen des warmen Sonnenwetters vorzeitig in die Natur gelockt wurden.

Wärmster März seit Beginn der Aufzeichnungen

Ein früher Start ins Wespenjahr wird durch mildes Wetter begünstigt, berichtet der Experte. Und Januar, Februar und März waren in der Tat deutlich wärmer als üblich – wobei Deutschland sogar den wärmsten März seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erlebte. Geht die Entwicklung der Wespen so weiter, wie sie begonnen hat, dann sei es zudem denkbar, dass sie die Münsteraner bereits im Juni – und nicht erst im Juli oder August – nerven. Es könne aber auch sein, dass die Völker dann auch entsprechend früher absterben, sagt Mühlen.

Von den sieben Wespenarten in Münster seien nur zwei „lästig“, wie Mühlen betont: die Deutsche und die Gemeine Wespe. Ein einziges Volk umfasst circa 5000 bis 7000 Tiere, die innerhalb eines Jahres sterben, um dem Nachwuchs Platz zu machen.

Wie viele Wespen im Hochsommer in Münster umherschwirren, kann der Experte nur schätzen: „Die Faustregel besagt, dass sich etwa alle 100 Meter ein Nest befindet.“ Es dürften also Millionen sein. . .

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