Kriminalkommissariat Münster

30 Jahre Kapitalverbrecher gejagt - Kommissar Uli Bux geht in Rente

Münster

Polizist ist er nur geworden, weil sein Griechisch nicht gut genug war, um evangelischer Pfarrer werden zu können. Doch als Ermittler von Kapitalverbrechen war er öfter Seelsorger, als er es sich vor seinem Berufsstart vorstellen konnte.

Stefan Werding

30 Jahre lang hat Uli Bux Schwerverbrecher gejagt. Jetzt geht er in Rente. Foto: Gunnar A. Pier

Vier Tage vor seinem allerletzten Arbeitstag fährt der Erste Kriminalhauptkommissar (EKHK) Uli Bux noch einmal nach Gronau. Er will versuchen, den Ex-Freund einer vermissten Frau zu verhören. Ein letztes Mal. Die Tschechin ist seit 2017 verschwunden, ihre Familie meldet sich regelmäßig, um zu fragen, ob es was Neues gibt. Der Polizist vermutet, dass der schizophrene Mann sie getötet hat. „Er lässt mich nicht an sich heran“, sagt er. Das ärgert ihn. Und scheint ihn auch zu kränken. Denn um ein Verbrechen zu klären, mach der 62-Jährige fast alles. Auch wenn er am Freitag in den Ruhestand geht. Oder gerade deswegen.

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