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Rat stimmt Strategiebericht zu

320 Millionen Euro für die Klimaneutralität

Münster

Bis 2030 sollen 320 Millionen Euro in die energetische Sanierung zahlreicher städtischer Immobilien investiert werden. Ein ambitioniertes Projekt – mit einigen offenen Fragen.

Von Martin Kalitschke

In den Osterferien startet die energetische Sanierung des Schillergymnasiums. Foto: Stadt Münster

Die Verwaltung spricht von einer „Jahrhundertaufgabe“. Bis 2030 sollen 46 städtische Gebäude, darunter 35 Schulstandorte, energetisch saniert und damit klimaneutral werden. Das Gesamtinvestitionsvolumen liegt bei 320 Millionen Euro – unter Berücksichtigung einer sechsprozentigen Preissteigerung pro Jahr.

Der Rat stimmte dem Bericht der Verwaltung, in dem die Details der Strategie zur Erreichung der Klimaneutralität bis 2030 erläutert werden, in dieser Woche mehrheitlich zu.

Offene Frage nach Finanzierung

Für die Vorlage gab es fraktionsübergreifend Lob – und den Appell, die Sanierungsmaßnahmen konsequent umzusetzen. „Die spannende Frage wird allerdings, wie wir das alles bezahlen“, sagte FDP-Ratsherr Jörg Berens. Zudem stellte er die Frage, „wo wir die ganzen Handwerker herbekommen werden“. Gleichwohl sei der Bericht „eine gute Grundlage für die Zukunft“.

Nicht nur die Frage, ob ausreichend Handwerker und ob und zu welchem Preis in den kommenden Jahren ausreichend Baumaterialien zur Verfügung stehen werden, steht im Raum. Die Verwaltung spricht von einer „schwierigen Personalgewinnung“. Im Amt für Immobilienmanagement seien aktuell zehn Vollzeitstellen unbesetzt. Zur Umsetzung des Sanierungsprogramms seien zehn weitere Stellen „zwingend erforderlich“. Gleiches gelte für die ausführenden Firmen und die externen Planungsbüros.

Stichwort Kosten: Die Verwaltung will nach eigenen Angaben in Vorbereitung auf den Haushalt 2023 und die mittelfristige Finanzplanung bis 2026 die Budgetanmeldungen vorbereiten.

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