1. www.wn.de
  2. >
  3. Münster
  4. >
  5. 35-Jähriger wegen Verdachts des Kindesmissbrauchs angeklagt

  6. >

Missbrauchsfall Münster

35-Jähriger wegen Verdachts des Kindesmissbrauchs angeklagt

Münster

Im Missbrauchsfall Münster hat die Staatsanwalt Anklage gegen einen 35-jährigen Mann aus dem Kreis Mettmann erhoben. Er soll einen Jungen drei mal schwer sexuell missbraucht haben. Es ist bereits die achte Anklageerhebung in diesem Fall.

wn

Im Missbrauchsfall Münster laufen bereits erste Prozesse, doch es werden auch weiter Anklagen erhoben. Foto: dpa

Die Staatsanwaltschaft hat eine weitere Anklage im Missbrauchsfall Münster erhoben. Laut einer Pressemitteilung richtet sich die Anklage gegen einen 35 Jahre alten Mann aus Heiligenhaus (Kreis Mettmann), der am 13. November festgenommen wurde. Es bestehe der Verdacht des dreimaligen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes. Es ist die mittlerweile achte Anklage in dem Missbrauchsfall.

Nach den bisherigen Ermittlungen soll der 35-Jährige den Hauptangeklagten im Missbrauchsfall Münster, den 27-jährigen Adrian V., im Jahr 2019 kennengelernt haben. Über Adrian V. soll der jetzt Angeklagte Kontakt zu einem heute elfjährigen Jungen bekommen haben. Bei dem Jungen handelt es sich um den Sohn der Lebensgefährtin von Adrian V., der von mehreren Männern sexuell missbraucht worden sein soll.

Angeklagter soll Elfjährigen missbraucht haben

"Gegenstand der Anklage sind drei Vorwürfe des schweren sexuellen Missbrauchs dieses Jungen aus Münster", heißt es in der Mitteilung der Staatsanwaltschaft. Der Beschuldigte soll das Kind im September 2019 bei einer Gelegenheit in der Wohnung von Adrian V. aus Münster sowie bei einem weiteren Aufenthalt in seiner eigenen Wohnung in Heiligenhaus, in die der 27-Jährige den Jungen gebracht haben soll, schwer sexuell missbraucht haben. Ein weiterer schwerer sexueller Missbrauch des Kindes soll sich im November 2019 wiederum in der Wohnung von Adrian V. Münster ereignet haben.

Der 35-Jährige sei bislang nicht vorbestraft und habe die Vorwürfe - sofern er sich hierzu geäußert habe - bestritten. Laut Staatsanwaltschaft hat er lediglich eingeräumt, Adrian V. und den Jungen sowie weitere bereits wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs von Kindern angeklagte Männer aus Hannover zu kennen.

Chatverläufe machen 35-Jährigen tatverdächtig

Der dringende Tatverdacht gegen den Mann aus Heiligenhaus habe sich insbesondere nach der Auswertung von gespeicherten Chatverläufen auf einem Mobiltelefon ergeben, dass nach der Bewertung der Staatsanwaltschaft Adrian V. zuzuordnen ist. Der Beschuldigte befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Außerdem wurde ein gesondertes Ermittlungsverfahren gegen Adrian V. eingeleitet, um zu prüfen, ob er sich im Zusammenhang mit den nun angeklagten Vorfällen strafbar gemacht hat.

Ermittlungen gegen Mann aus Kreis Warendorf

Die Staatsanwaltschaft Münster hat außerdem das Ermittlungsverfahren gegen einen 34-Jährigen aus dem Kreis Warendorf übernommen. Auch hierbei geht es um den Verdacht des schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern. Zunächst hatte die Staatsanwaltschaft aus Köln ermittelt.

Die Ermittlungen der "EK Rose" im Missbrauchsfall Münster seien noch nicht abgeschlossen.

Startseite
ANZEIGE