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39. „Altstadt Live“

Ein Gefühl wie zu alten Musikzeiten

Münster

Nach über zwei Jahren Musikpause heizten am Freitagabend zehn Bands bei der 39. Auflage des beliebten „Altstadt Live“-Formats die Stimmung im Kuhviertel ordentlich ein. Viele der Lokalitäten platzten aus allen Nähten – ein Gefühl wie zu alten Musikzeiten.

Von Margaux de Poortere

Die Band „Underground“ bringt ordentlich viel Stimmung in die Caveten-Bude. Es dauert nicht lange und ihre Fans tanzen und singen mit. Foto: Margaux de Poortere

Es ist Freitagabend, 19 Uhr. Noch ist es in den Bars und Kneipen im Kuhviertel überschaubar. Wenn man nicht reserviert hat, wird es schwer, an diesem Abend noch einen freien Tisch zu ergattern. Denn nach über zwei Jahren Musikpause öffnen an diesem Abend zum ersten Mal wieder Kneipen und Bars im Zuge von „Altstadt Live“ kostenlos ihre Türen – für viele ein Anlass, sich endlich mal wieder unter das Altstadt-Volk zu mischen und sich von den zehn angekündigten Bands musikalisch verwöhnen zu lassen.

Lang dauert es daher nicht, bis auch die letzte freie Ecke im Blauen Haus von gut gestimmten Münsteranern gefüllt wird. Vor der Bühne wird es zunehmend voller. Dann greifen die beiden Vollblutmusiker McCarthy & Koch zu ihrer Akustikgitarre und versetzten die Anwesenden in eine wohlige Folk-Atmosphäre.

Nur ein paar Schritte entfernt läuft die Stimmung bereits auf Hochtouren. Die Cavete ist rappelvoll. Es ist gerade mal 21 Uhr und die Dynamik der Underground-Band hat sich schnell auf die Gäste übertragen. Es wird mitgesungen und getanzt zu Altstadt-Klassikern wie Major Tom oder anderen neueren Songs.

Schnell wird klar: Hier wird das Licht mit als letztes ausgehen: „Man merkt gerade so richtig, was in den letzten zwei Jahren gefehlt hat“, erzählt Stefan aus Wiesbaden, der mehr oder weniger zufällig bei „Altstadt Live“ gelandet ist.

Seine Begleitung, Ina aus Münster, stimmt da zu hundert Prozent zu: „Es ist so schön, wieder mitten im Leben zu sein und zu sehen, wie viel Freude alle gerade haben. Den Alltag mal bei Seite schieben und bei Live-Events zu genießen, das habe ich vermisst.“

Tanzen zum Filmklassiker

In der Zwischenzeit hat sich aber auch in den anderen Lokalitäten die Stimmung aufgeheizt. In der Kreuzstraße 14, wo die Ska/Funk-Coverband Without a Doubt auftritt, werden die Leute neben bekannten Popsongs auch mit dem einen oder anderen Filmklassiker-Song etwa aus „Shrek“ oder „Ghostbusters“ zum Tanzen gebracht.

Etwas ruhiger, wenn auch nicht weniger stimmungsvoll, geht es vergleichsweise in der Ziege und „Davidwache“ zu. Hier erobern Solo-Musiker Nelson aus Kanada vor allem musikalisch mit Gitarre und Mundharmonika sowie Matthias Drögsle im beliebten Singer-Songwriter-Flair die Herzen der Zuhörer.

Deutlich lauter geht es in der Bar Buddenturm weiter. Die rockigen Töne der Münsteraner Band Lucid können die Zuhörer fühlen.

Nicht weit entfernt am Rosenplatz geht ebenfalls die Post ab. Auch wenn der Laden fast aus allen Nähten platzt, springt der Frontsänger der rock’n’rolligen Band Cherry-t immer wieder in die fröhliche Masse.

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