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Geiselnahme

40-Jähriger stand kurz vor Entlassung aus der JVA Münster

Münster

Geiselnahme mit tödlichem Ausgang: Die Polizei hat am Freitagmorgen in der Justizvollzugsanstalt in der Gartenstraße einen Geiselnehmer getötet. Der 40-Jährige hatte eine JVA-Angestellte in seine Gewalt gebracht. Schon bald wäre der Mann aus dem Gefängnis entlassen worden.

Martin Kalitschke

Während des rund dreistündigen Einsatzes war die Justizvollzugsanstalt an der Gartenstraße (im Hintergrund) weiträumig abgeriegelt. Die Polizei sperrte unter anderem die Gartenstraße zwischen Ring und Bohlweg. Foto: Matthias Ahlke

Geisel mit Rasierklinge bedroht

Mann wäre im November entlassen worden

Situation war "lebensgefährlich"

Am Freitagvormittag versucht die Polizei, mit dem Geiselnehmer ins Gespräch zu kommen – vergeblich. „Trotz intensiver Kommunikationsversuche gelang es nicht, den 40-Jährigen von der Bedrohung abzubringen“, so der Behördensprecher. Bei den Verhandlungsversuchen bedroht der Täter immer wieder seine Geisel mit der Rasierklinge und kündigt an, die Frau zu töten. Die Polizei nimmt die Situation nach eigenen Angaben als „brandgefährlich, lebensgefährlich war“, wobei der Geiselnehmer einen psychisch unberechenbaren Eindruck mache. Warum er sich nur drei Wochen vor der geplanten Entlassung zu einer solchen Tat hinreißen lässt, sei Teil der weiteren Ermittlungen, so die Polizei.

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