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Rainer Uetz nimmt Abschied aus der Stadtverwaltung

44 Jahre Behördenlaufbahn mit TV-„Beamtendreikampf“

Münster

Rainer Uetz, zuletzt langjähriger Dezernent des Oberbürgermeisters, wurde nach 44 Jahren bei der Stadt Münster in den Ruhestand verabschiedet. Ein denkwürdiges Highlight seiner Laufbahn spielte sich ganz unerwartet vor einem Millionenpublikum ab.

Völlig ungeplant, aber mit Bravour meisterte Rainer Uetz 1999, hier mit Hermann Meyersick (ehemals Ordnungsamt) und Moderator Thomas Gottschalk, einen Fernsehauftritt bei „Wetten Dass“. Das Team aus Münster gewann den Beamtendreikampf im Knicken, Lochen und Abheften. Foto: Privat

Schreibtisch, Papier und Telefon: So war Rainer Uetz’ Büro ausgestattet, als er im August 1977 als Stadtinspektoranwärter im Personalamt anfing. „Es gab zwar schon Diktafone, aber wir Einsteiger bekamen natürlich nur einen Stenoblock“, erinnert sich Uetz. Gute 44 Jahre her ist der Beginn seiner Laufbahn in der Stadtverwaltung Münster, am Freitag wurde er als langjähriger Dezernent des Oberbürgermeisters in den Ruhestand verabschiedet.

Rainer Uetz hat bei der bei der Stadt viele Stationen durchlaufen: Bauordnungsamt und Stadtkämmerei, Sozialamt, Jugendamt und seit 1991 dann – als Leiter – das Hauptamt. 2001 wurde er Leitender Städtischer Direktor: „Ich habe immer gerne für die Stadt Münster gearbeitet. Es gibt eine so große Bandbreite, über die man die Menschen begleitet.“

Knicken, Lochen, Abheften

Klar eigentlich, dass dieser Mann nebenbei auch den Beamtendreikampf im Knicken, Lochen und Abheften beherrscht. „1999 war das, ,Wetten Dass´ wurde aus Münster übertragen, und der Dreikampf war die Saalwette“, erzählt Uetz. Eigentlich sollte er nur Material zur Halle Münsterland bringen – Papiere, Locher und Aktenordner. „Aber wir wurden blitzschnell in die Maske gebracht und standen wenig später mit Thomas Gottschalk auf der Bühne. Und wir haben die Wette mit Mitarbeitern aus Münsters Behörden gegen Kollegen aus Dortmund gewonnen.“ Der beste Teil des Abends aber folgte, nachdem die Kameras abgeschaltet waren: „Das war die After-Show-Party mit Bundeskanzler Gerhard Schröder.“

22 Berufsjahre in leitender Position folgten auf diesen legendären Fernseh-Auftritt des damaligen Chefs des Hauptamtes. Viele komplexe Prozesse geleitet, viele schwierige Entscheidungen getroffen hat Rainer Uetz in dieser Zeit. „Ich bin jemand, der sich selbst immer hinterfragt und überlegt, ob er gut und richtig gehandelt hat.“

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