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Erweiterungsbau des Clemenshospitals

50-Millionen-Projekt feiert Richtfest

Münster

Ein 50-Millionen-Projekt feierte am Dienstagvormittag Richtfest. Das Clemenshospital wird um eine Tiefgarage, ein fünfgeschossiges Bettenhaus und einen neuen Haupteingang erweitert. Ende 2021 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Martin Kalitschke

Richtfest am Clemenshospital (v.l.): Geschäftsführer Hartmut Hagmann mit dem technischen Direktor Udo Kraft und Projektleiter Wilhelm Tarner von der Firma Lühnbau in Lingen. Foto: ohw

2200 Tonnen Stahl und 1200 Lkw-Ladungen Beton sind in den vergangenen zwei Jahren verbaut worden – am Dienstag feierte der Erweiterungsbau des Clemenshospitals Richtfest. 50 Millionen Euro investieren die Alexianer am Düesbergweg. Bereits im September soll die neue dreigeschossige Tiefgarage mit 286 Stellplätzen in Betrieb genommen werden, das fünfgeschossige Bettenhaus wird nach Einschätzung von Udo Kraft, technischer Direktor des Krankenhauses, bis Ende 2021 bezugsfertig sein. Zudem erhält die Klinik einen neuen Haupteingang.

„Ich war zwischendurch erstaunt, wie schnell der Neubau in die Höhe wächst“, betonte der Geschäftsführer des Clemenshospitals, Hartmut Hagmann, am Dienstagvormittag vor mehreren Hundert Mitarbeitern sowie den Bauarbeitern. Nach seiner Einschätzung macht die Klinik im Süden der Stadt mit der Erweiterung einen großen Schritt in Richtung Zukunft. „Moderne Medizin, moderne Patientenzimmer“, so Hagmann.

120 Betten werden im Neubau untergebracht – ausschließlich in Ein- und Zwei-Bett-Zimmern. Kernstück ist eine neue Intensivstation mit 16 Betten. Die weiteren Betten sollen interdisziplinar genutzt werden, so Hagmann. Unter anderem sollen hier Patienten, die in den erst kürzlich eingerichteten Disziplinen Schlaganfallversorgung, Kardiologie, Beatmungsmedizin und Neuroradiologie behandelt werden, untergebracht werden.

Im Erdgeschoss des Bettenhauses befindet sich künftig eine Cafeteria für die 1100 Krankenhaus-Mitarbeiter. Eine für Patienten und Besucher zugängliche Cafeteria entsteht im neuen Haupteingang, hier wird es zudem einen Shop und den Empfang geben. Die alte Tiefgarage soll künftig den Mitarbeitern zur Verfügung stehen, so Hagmann.

Mit der Fertigstellung des Rohbaus folgt nun der Innenausbau des Erweiterungsgebäudes, der rund zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen wird. Sind die Arbeiten abgeschlossen, soll der Park neu gestaltet werden. Unter anderem wird er um eine große Wasserfläche erweitert. Aktuell, so Kraft, liegen die Arbeiten im Zeitplan.

Zwei erfreuliche Ereignisse gab es während der Bauarbeiten. Zum einen wurden bei Sondierungen keinerlei Kampfmittel entdeckt, so Kraft. Zum anderen wurde im Boden ein Pfostenbau aus dem Jahr 1178 freigelegt. „Sozusagen ein Vorläufer des heutigen Gebäudes“, merkte er beim Richtfest an.

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