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Corona-Pandemie

78-jähriger Mann nach Corona-Infektion gestorben

Münster

In Münster hat es einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. Das hat die Stadt am Mittwochmittag mitgeteilt. Die Zahl der Infizierten ging unterdessen zurück. 

wn

In Münster werden aktuell 23 Covid-Patienten auf Intensivstationen behandelt. Foto: dpa (Symbolbild)

In Münster hat es am Mittwoch einen weiteren Todesfall im Zusammenhang mit dem Coronavirus gegeben. 78-jähriger Mann ist in Folge einer Infektion mit dem SARS-CoV-2-Virus gestorben. Bereits am Dienstag hatte die Stadt einen weiteren Todesfall gemeldet. Insgesamt sind in Münster 18 Menschen gestorben, die mit dem Coronavirus infiziert waren.

Zahl der Infizierten geht zurück

Die Zahl der Infizierten ist in Münster am Mittwoch zurückgegangen. Aktuell sind 478 Münsteraner infiziert, am Vortag waren es 521. Jedoch hat es erneut Neuinfektionen mit dem Virus gegeben. 51 Menschen haben sich nachweislich infiziert. Die Gesamtzahl labordiagnostisch bestätigter Fälle ist damit auf 2335 gestiegen. Dem gegenüber stehen 93 Genesungen. Damit haben 1839 Menschen die Infektion überstanden.

Inzidenz liegt bei 85,7

Insgesamt 46 Covid-Patienten werden nach Angaben der Stadt im Moment in Krankenhäusern behandelt, 23 davon auf der Intensivstation. 17 Menschen müssen aktuell beatmet werden.

Die Sieben-Tages-Inzidenz liegt nach Angaben des Landeszentrums Gesundheit bei 85,7, im Vergleich zum Vortag ist das ein Minus von 11,7.

"Team Corona" wird noch größer

Derzeit kümmern sich 103 Personen in der Corona-Fachstelle des Gesundheitsamtes Münster darum, dass Infektionsketten möglichst schnell und gezielt unterbrochen werden. In dieses umfängliche Aufgabenfeld fällt nicht nur die Nachverfolgung, Information und Betreuung von Kontaktpersonen und Reiserückkehrern, sondern unter anderem auch die Entisolierung, das Labor oder die Bewertung von Hygienekonzepten. In dieser Woche sind 20 Kräfte zum "Team Corona" hinzugestoßen - zwölf Personen, die aus verschiedenen Ämtern der Stadt zusammengezogen wurden, sowie acht Neuanstellungen. Unter Anleitung werden sie nun an die jeweiligen Verfahren herangeführt und eingearbeitet.

Hier werden die Folgen von Zusammenkünften ohne gebührenden Abstand und damit mögliche Quarantänefälle nachverfolgt. Nicht immer liegen gut geführte Kontaktlisten der betroffenen Personen vor, oft ist detektivische Detailarbeit der so genannten Containment Scouts erforderlich. Denn die Nachverfolgung etwaiger Kontakte reicht nicht bis zum positiven Corona-Testergebnis zurück, sondern beginnt schon zwei Tage vor einer Symptomatik. Gibt es keine Symptomatik, zählt gemäß RKI-Richtlinien der Zeitraum ab zwei Tage vor Abstrichdatum. Das Arbeitsvolumen ist entsprechend immens, ohne Überstunden geht es nicht. Was sich in den vergangenen Wochen allerdings auch gezeigt hat: Die vom Gesundheitsamt kontaktierten Personen sind ausgesprochen dankbar; uneinsichtige Rückmeldungen und Beschwerden sind selten.

Dr. med Norbert Schulze Kalthoff

"Es ist ein Verdienst der Bürgerinnen und Bürger in Münster, dass wir derzeit noch verhältnismäßig gut dastehen", sagt Dr. med Norbert Schulze Kalthoff, Leiter des Gesundheitsamtes, mit Blick auf zahlreiche andere Großstädte. Die gegenseitige Rücksichtnahme und das entsprechende Handeln zum Wohl der Mitmenschen – beispielsweise durch Abstandshaltung oder das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung auch außerhalb von Maskenpflichtzonen – ist in dieser Zeit ein wertvolles Gut.

Durchgängige Maskenpflicht für Lehrpersonal

Die Stadt Münster wird sich aufgrund der heutigen Beratung im Krisenstab an das Schulministerium in Düsseldorf wenden, um eine durchgängige Maskenpflicht für Lehrpersonal, Betreuungskräfte und sonstiges Personal in den geschlossenen Räumen der Schulen anzuregen. Viele Schulen in Münster praktizieren dies bereits erfolgreich, die Stadt empfiehlt dem Land hierzu nun eine einheitliche Vorgabe. Zurzeit kann in Schulräumen auf die Alltagsmaske verzichtet werden, wenn ein Mindestabstand von 1,50 m eingehalten wird und wenn bei Besprechungen, Konferenzen oder im Lehrerzimmer im Sinne der Rückverfolgbarkeit ein Sitzplan besteht.

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