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Der Streit wird parteipolitisch

900 Impfpflichtgegner an Dom und Aasee

Münster

Vom Domplatz und dem Aasee aus sind am Montagabend rund 900 Impfpflichtgegner zu Protestmärschen durch die Stadt aufgebrochen. Bei der Gegendemo vor dem Rathaus zeigten dieses Mal auch Lokalpolitiker Flagge. Zu einer kuriosen Szene kam es auf dem Domplatz.

Von Björn Meyer und Pjer Biederstädt

Die SPD Münster hatte ihre Mitglieder dazu aufgerufen, den Gegen­protest auf dem Prinzipalmarkt zu unterstützen. Foto: Pjer Biederstädt

Die Demonstrationen gegen eine mögliche Impfpflicht bekommen in Münster eine zusätzliche Dimension – und zwar eine parteipolitische. CDU-Ratsherr Stefan Leschniok hatte in der vergangenen Woche nach einer unangemeldeten, aber im Netz verabredeten und schließlich von der Polizei aufgelösten Veranstaltung der Impfpflicht-Gegner am Domplatz angemahnt, dass das „Katz- und Maus-Spiel mit den Sicherheits­behörden aufhören“ müsse. Die coronaskeptische Initiative „Gemeinsam für Grundrechte“ hatte in dieser ­Woche gleich zwei Demonstrationszüge – einer vom Domplatz, der andere vom Aasee aus – angemeldet, um so die 750-Personen-Marke zu umgehen, deren Überschreitung nach der aktu­ellen Corona-Verordnung Maskenpflicht und 3G-Regel nach sich zöge.

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