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Beschlüsse

Von Aasee bis Wohnen: Diese Entscheidungen hat der Rat getroffen

Münster

In seiner jüngsten Sitzung hat der Rat der Stadt Münster Beschlüsse zu unterschiedlichen Themen gefasst. Dabei ging es um den Schutz von Bäumen, neue Wohnungen in der Stadt und die Skulptur-Projekte 2017.

Von Martin Kalitschke

Der Rat hat am Mittwoch Entscheidungen zu unterschiedlichsten Themen getroffen. Foto: Matthias Ahlke

Der Musik-Campus war nur eins von vielen Themen, über die der Rat der Stadt Münster am Mittwoch (18. Mai) entschieden hat. Andere Entscheidungen aus der Sitzung im Überblick.

Mehr Pflege für den Aasee

2018 kamen im Aasee nach wochenlanger Hitze und Trockenheit rund 20 Tonnen Fisch um. Damit sich eine solche Katastrophe nicht wiederholt, will die Stadt das Gewässer besser schützen. Einem von ihr entwickelten Maßnahmenpaket stimmte der Rat am Mittwoch zu. Die jährlichen Kosten für die Pflege des Gewässers sollen bei rund 350.000 Euro liegen. Unter anderem sollen der Wasserzulauf optimiert und die Zufuhr von Nährstoffen reduziert werden. Zudem soll die Zahl der Friedfische auf eine gewässerverträgliche Menge begrenzt werden, dazu sollen Raubfische beitragen, deren Lebensbedingungen im Aasee gezielt verbessert werden.

Münster erhält eine Baumschutzsatzung

Münster soll eine Baumschutzsatzung erhalten. Das hat der Rat gegen die Stimmen von CDU, FDP und AfD beschlossen. Die Verwaltung soll nun Details erarbeiten. Nach ihren Angaben nehmen die Eingriffe in den Baumbestand wegen der starken Bautätigkeit seit Jahren zu. Zudem setzte der Klimawandel den Bäumen zu. Die Verwaltung rechnet mit bis zu 900 Fäll-Anträgen pro Jahr. Künftig soll es eine Pflicht für Ersatzpflanzungen geben.

Grünes Licht für Skulptur-Projekte

Grünes Licht für die Skulptur-Projekte 2027: Der Rat hat am Mittwochabend beschlossen, dass die von Stadt und Landschaftsverband (LWL) organisierte Ausstellung in fünf Jahren zum nunmehr sechsten Mal in Münster stattfinden soll. 2017 waren mehr als 600.000 Kunstfreunde aus aller Welt nach Münster gekommen. Von den Gesamtkosten in Höhe von 11,3 Millionen Euro wird die Stadt Münster 2,5 Millionen Euro übernehmen.

550 neue Wohnungen für Münster

Die Entwicklung des Grundstücks der ehemaligen Friedrichsburg (Weseler Straße/Kolde-Ring) rück näher. Der Rat hat am Mittwoch den Beschluss zur Aufstellung des Bebauungsplanes gefasst. Der Landwirtschaftliche Versicherungsverein Münster (LVM) will auf dem Gelände 550 Wohnungen errichten – zunächst war nur gut die Hälfte geplant. 2021 war die Friedrichsburg, Sitz des Ordens der Vorsehungsschwestern, abgerissen worden. Zuvor war der größte Teil des Grundstücks an den benachbarten LVM veräußert worden. Die Ordensgemeinschaft ist inzwischen in einen Neubau an der Offenbergstraße umgezogen. Der Baubeginn ist noch unklar.

Initiative für Sauberkeit

Die Innenstadt soll sauberer werden. Der Rat hat sich für ein parteiübergreifendes Maßnahmenpaket von Grünen, SPD, Volt, CDU und FDP ausgesprochen. Danach ist unter anderem geplant, im öffentlichen Raum zusätzliche und größere Abfallbehälter aufzustellen – und zwar besonders dort, wo viel los ist: an Aasee, Kanalufer und Hiltruper See sowie auf Grün- und Erholungsflächen in den Stadtteilen. Am Aasee sollen zudem neue Toilettenanlagen installiert werden. Und für den Bereich rund um die Aaseekugeln wird ein nächtliches Lichtkonzept angeregt. Das gesamte Investitionsvolumen – ohne Personalkosten – beziffert die Politik auf rund 423.000 Euro.

Digitale Geräte für Kollegs

Die Abiturjahrgänge an den Berufskollegs sollen mit digitalen Endgeräten ausgestattet werden. Einem entsprechenden Antrag von CDU, Grünen, SPD und Volt hat der Rat zugestimmt. Neben 732 Schülerinnen und Schülern in den Bildungsgängen der beruflichen Gymnasien mit allgemeiner Hochschulreife der Berufskollegs sollen 360 Schülerinnen und Schüler in den sozialpädagogischen Bildungsgängen des Beruflichen Gymnasiums Anne-Frank-Schule berücksichtigt werden. Die Gesamtkosten in Höhe von 436.800 Euro sollen mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Digitale Ausstattungsoffensive“ des Landes NRW beglichen werden.

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