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Bühne mit höchsten Technikstandards

Open-Air-Sound aus einem Guss

Die herrliche Kulisse ist schon da. Das Wetter passt hoffentlich auch. Aber ohne Technik geht bei den AaSeerenaden so gut wie nichts. Bis zu 75 Künstler stehen auf der Seebühne. Sieben Meter vor den Aaseeterrassen liegt das Podium im Wasser verankert. Knapp 20 Meter breit ist die Front zum Publikum, halb so lang ragt die Bühne in den See. Das ist tontechnisch eine gewaltige Aufgabe. Zwei Tage vor dem Festivalstart muss alles spielbereit sein. Pünktlich müssen zuvor die Musikproben stattfinden. Danach kommt das Feintuning. Vier Sattelzüge bringen die akustische Gesamttechnik vom Niederrhein für Bühne, Beschallung und Beleuchtung des Open-Air-Musikfestivals nach Münster.

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Technik mit hohem Aufwand sorgt dafür, dass die Musik von der Seebühne störungsfrei und in Konzertqualität klingt. Foto: Oliver Werner

Klassische Musikaufführung und elektrische Schallverstärkung – diese Kombination gilt bei Klassikpuristen als leicht verpönt. Aber bei einem Open-Air-Konzert verlören sich die Töne in der Sommerluft und kämen höchstens in den ersten Reihen beim Publikum an. Die Kunst besteht darin, die klassische Musik so zur Geltung zu bringen, dass die Verstärkung nicht wahrgenommen wird. Selbst wenn die Musik lauter wird, gerät niemand in der Nachbarschaft oder der halben Stadt an den Rand des Wahnsinns, auch wenn hier der Elektrobedarf von immerhin drei Einfamilienhäusern installiert wird. In den Tagen vor den AaSeerenaden ist schließlich richtig viel Schwerstarbeit zu verrichten, damit die Bühne auch respektable Großbesetzungen aufnehmen kann. Dazu wird der vorhandene Ponton überbaut und so grundlegend verstärkt, dass die Bühne unsinkbar im Wasser steht.

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