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Verweilverbot am Wochenende

Stadt sperrt abends die Aaseewiese

Münster

Aus die Party: Die Stadt sperrt den Uferbereich des alten Aasee am Freitag- und Samstagabend. Ordnungsdezernent Wolfgang Heuer erklärt das Warum.  

Von Ralf Repöhler

Für den Bereich rund um die Aasee-Kugeln gilt am Wochenende ein Verweilverbot.  Foto: Timo Gemmeke

Die Party ist an der Stelle vorbei! Und die, die bei schönem Wetter an den Wochenenden jetzt nicht mehr abends am alten Aasee sitzen können, können sich bei denjenigen bedanken, die dort so rücksichtslos immer wieder über die Stränge geschlagen haben. Die Stadt Münster sperrt als Reaktion unter anderem auf die jüngste Krawallnacht vom vergangenen Wochenende die Aaseewiese im Bereich der Bastion, der Aaseeterrassen, bis zum Bereich an den Aasee-Kugeln.

Die mit der Polizei abgesprochenen Sperrungen gelten jeweils freitags und samstags ab 21 Uhr (bis 6 Uhr am Folgetag) und bleiben durch eine Verfügung bis zum 18. Juli gültig. Das teilte die Stadt am Donnerstag mit. Münsters Ordnungsdezernent Heuer hatte zu Beginn der Woche einschneidende Maßnahmen angedeutet. So war unter anderem von einem möglichen Alkoholverbot die Rede, das nun nicht kommt. „Das Verweilverbot dient dem Zweck, unkontrollierte Ansammlungen von Personen zu verhindern. Der Aufenthalt in dem betroffenen Bereich ist untersagt“, erklärt Heuer im Gespräch mit unserer Zeitung.

Ausnahme: Gastronomie

Ausgenommen vom Verbot sei das Verweilen in den Räumlichkeiten sowie in den Außenschankflächen der Gastronomie vor Ort. Die Stadt wird weitere verkehrliche Anordnungen im Umfeld des Aasees vornehmen. Das Parken wird an mehreren Stellen eingeschränkt. „Es braucht wirksame Maßnahmen und klare Botschaften in Richtung der gewaltbereiten Personengruppen. Die eingetretene Lage muss möglichst schnell bereinigt werden“. so Heuer.

Nachdem es bereits mehrfach problematische Nächte durch Menschenmengen am Aasee gegeben hatte, war die Lage in der Nacht zum vergangenen Samstag neuerlich eskaliert. Aggressive Randalierer hatten Einsatzkräfte mit Flaschenwürfen attackiert und Pyrotechnik gezündet. Die Polizei hatte zuvor die Aaseewiese gegen 2.15 Uhr in Richtung Weseler Straße räumen müssen. Im Anschluss kam es auf den anliegenden Straßen, vor allem auf der Aegidiistraße, zu Sachbeschädigungen und Lärmbelästigungen.

Für den grüngefärbten Bereich gilt von nun an an Wochenenden ein Verweilverbot. Foto: Stadt Münster

Zur Bilanz der Exzesse am Aasee in den vergangenen Wochen zählen Unmengen an Müll und Dreck, Beleidigungen, Streitereien, Körperverletzungen, Strafanzeigen, Platzverweise und Festnahmen. Ein Großteil der Randalierer des vergangenen Wochenendes waren nach Beobachtungen der Polizei junge Männer, die offenbar aus dem Umland von Münster, insbesondere dem nördlichen Ruhrgebiet, kamen. Die neuerliche Verschärfung der Regeln ist laut Stadt Ausdruck einer Null-Toleranz-Strategie, die von den Behörden verfolgt werde. „Der Ablauf des letzten Wochenendes erzwingt weitere Maßnahmen“,  sagt Heuer.

Befürchtung: Szene verlagert sich

Bereits seit dem vergangenen Wochenende gilt am Aasee ein Glasverbot. Das Grillen ist nur eingeschränkt erlaubt. Einige Wege werden werden Freitag- und Samstagabend gesperrt. Kräfte von Stadt und Polizei werden am Wochenende kontrollieren. Es sei damit zu rechen, dass sich die Szene verlagert, zum Beispiel zur Westerholtschen Wiese.  

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