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Zensus 2022: Interviewer für Haushalte-Befragungen gesucht

Ab Mitte Mai beginnt das Zählen

Münster

Alter? Wohnort? Geschlecht? Staatsangehörigkeit? Familienstand? Diese und weitere Daten werden ab Mitte Mai bis Ende Juli von rund 17.000 Münsteranern für den Zensus 2022 abgefragt. Lust und Zeit, die Fragen zu stellen? Es werden noch Erhebungsbeauftragte gesucht.

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Das Team um Erhebungsstellenleiterin Katrin Pottebaum (3.v.l.) bereitet den Zensus 2022 für die Stadt Münster vor und freut sich auf die Unterstützung der Interviewerinnen und Interviewer für die Haushaltebefragung ab Mitte Mai. Foto: Stadt Münster/MünsterView

Ab Mitte Mai bis Ende Juli werden rund 17.000 Münsteranerinnen und Münsteraner, die vom Statistischen Landesamt (IT.NRW) für die Haushalte-Stichprobe zufällig ausgewählt worden sind, für den Zensus 2022 befragt. Sie bekommen laut städtischer Pressemitteilung an einem zuvor vereinbarten Termin Besuch von einem Erhebungsbeauftragten der Stadt. In einem Online-Fragebogen werden Alter, Wohnort, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, Familienstand, Bildung, Ausbildung und Beruf der im Haushalt lebenden Personen erfasst. Die ausgewählten Personen sind zur Auskunft verpflichtet, so regelt es das Zensus-Gesetz.

Der Zensus 2022 ist eine registergestützte Bevölkerungszählung, die ermittelt, wie viele Menschen in Deutschland leben, wie sie wohnen und wo sie arbeiten. Dafür werden in erster Linie Daten aus bereits bestehenden Verwaltungsregistern genutzt, zum Beispiel aus den Melderegistern. Ergänzt werden die Registerabfragen durch Stichprobenbefragungen von bis zu zehn Prozent der Bevölkerung. Die Ergebnisse dienen unter anderem als Basis für die Festsetzung der amtlichen Bevölkerungszahl. Die statistischen Ämter des Bundes sowie der Länder und die Kommunen arbeiten beim Zensus zusammen. Stadtrat Wolfgang Heuer: „Der Zensus dient als wichtige Planungs- und Entscheidungsgrundlage für Politik, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft – und damit letztlich uns allen.“

Kommunen haben Schlüsselrolle

Die Kommunen haben eine Schlüsselrolle bei der Vorbereitung und Durchführung. Sie richten die Erhebungsstellen ein, rekrutieren die Interviewerinnen und Interviewer für die Haushaltebefragung, koordinieren deren Einsatz und verarbeiten die Rückläufe.“

150 bis 200 ehrenamtliche Erhebungsbeauftragte, die für ihre Tätigkeit eine steuerfreie Aufwandsentschädigung erhalten, muss das Team der Erhebungsstelle in den nächsten Wochen finden. Bewerbungen sind über ein Online-Formular auf www.stadt-muenster.de/zensus2022 möglich. „Wir brauchen die Unterstützung der Erhebungsbeauftragten und stehen für Fragen gerne zur Verfügung“, sagt Katrin Pottebaum, Leiterin der Erhebungsstelle. Die Mitarbeitenden sind telefonisch unter 0251/4927171 oder per E-Mail an zensus@stadt-muenster.de erreichbar.

Ergebnisse? Ende 2023!

Die Erhebungsbeauftragten planen die Befragungen in ihren Bezirken eigenständig und werden hierfür vorab geschult. „Für die Befragten ist der Aufwand auf das notwendige Minimum reduziert worden. Das Ausfüllen des Fragebogens dauert etwa zehn bis 15 Minuten.“ Mit Blick auf die Corona-Pandemie verweist sie auch auf die Hygienekonzepte, die für die Zensus-Befragungen erarbeitet worden sind.

Alle für den Zensus erhobenen Daten werden laut Mitteilung anonymisiert und ausschließlich für statistische Zwecke genutzt. Die Ergebnisse werden voraussichtlich ab Ende 2023 vorliegen. Mit dem Zensus 2022 nimmt Deutschland ab dem Stichtag 15. Mai an einer EU-weiten Zensusrunde teil, die seit 2011 alle zehn Jahre stattfinden soll. Wegen der Corona-Pandemie war der 2021 anstehende Zensus in das Jahr 2022 verschoben worden.

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