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Projektkonferenz tagt erstmals in Münster

Absichtserklärung zum Projekt „Münsterland-S-Bahn“

Münster

Jetzt ist es amtlich: Die „Münsterland-S-Bahn“, über die in Münster und im Münsterland seit Jahren diskutiert wird, ist jetzt ein offizielles Projekt der Stadt Münster und der Region Münsterland. Am Montag wurde eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

Die Partner des Projektes "Münsterland S-Bahn" haben nun eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Foto: Anna Spliethoff (Archivbild)

Die stark wachsenden Kommunen in der Region, ihre zunehmende Vernetzung untereinander und der Klimawandel stellen für die Verkehrsplanung im Münsterland laut einer Mitteilung der Stadt Münster eine immense Herausforderung dar. Eine Antwort darauf soll die Münsterland-S-Bahn werden. Die Partner des Projektes haben nun eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet.

„Mit der heutigen Projektkonferenz und den daraus abgeleiteten Vereinbarungen soll gewährleistet werden, dass alle Akteure kontinuierlich eingebunden werden und das Projekt erfolgreich umgesetzt wird“, heißt es in der Erklärung, die neben Dr. Hendrik Schulte, Staatssekretär im Verkehrsministerium des Landes Nordrhein-Westfalen, Münsters Stadtbaurat Robin Denstorff, Regierungspräsidentin Dorothee Feller, die Vertreter der Münsterlandkreise Borken, Coesfeld, Steinfurt und Warendorf sowie Vertreter der Deutschen Bahn AG, des für den Schienenpersonennahverkehr zuständigen Aufgabenträgers NWL, des Zweckverbandes Mobilität Münsterland ZVM und der Euregio unterzeichnet haben.

Im 30-Minuten-Takt durch die Region

Ziel des Projektes sei, neun S-Bahnlinien im Münsterland zu schaffen, die insbesondere auf bisherigen Regionalbahn- und Regionalexpresslinien basieren. Mit mindestens 30-minütigen Taktfrequenzen solle ein Netz von Dortmund, Hamm und Recklinghausen bis nach Rheine und Osnabrück sowie von Enschede und Coesfeld bis nach Bielefeld und Sendenhorst entstehen. Erstmals vorgestellt wurde das Projekt 2019.

Verkehrsstaatssekretär Dr. Hendrik Schulte wird in der städtischen Mitteilung wie folgt zitiert: „Für eine bessere, sichere und saubere Mobilität muss Deutschland wieder Bahnland werden.“ Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe sagte im Vorfeld: „Der Klimawandel und der Wunsch der Bürgerschaft nach einer anderen Raumnutzung erfordern intelligente Alternativen zum Autoverkehr.“

19 Männer und eine Frau, und zwar die Regierungspräsidentin Dorothee Feller, nahmen an der ersten Konferenz zum Projekt „Münsterland-S-Bahn“ im Rathaus teil. Foto: Stadt Münster/Amt für Kommunikation

IHK lobt Schulterschluss als „Meilenstein“

Lob gab es auch von der Industrie- und Handelskammer Nord Westfalen: „Der heutige Schulterschluss zwischen der Region und dem Land Nordrhein-Westfalen ist ein Meilenstein auf dem Weg zur konkreten Planung und schrittweisen Umsetzung der S-Bahn Münsterland“, erklärte Hauptgeschäftsführer Dr. Fritz Jaeckel.

Erster Baustein des Zukunftsprojektes soll Ende 2025 die Reaktivierung der WLE-Bahnstrecke Münster – Sendenhorst sein.

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