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“Straßenraum neu aufteilen“

ADFC begrüßt freie Fahrt auf der Wolbecker Straße

Münster

Auf der Wolbecker Straße dürfen Radfahrer auf der Fahrbahn fahren, aber nur wenige trauen sich. Deshalb informiert die Stadt mit großen Schildern über die neue Freiheit. Der ADFC findet das gut . . .

Radfahrer dürfen auf der Wolbecker Straße auch auf der Fahrbahn fahren. Der ADFC begrüßt das ausdrücklich. Foto: Matthias Ahlke

Bereits 1998 sei nach der Straßenverkehrsordnungsnovelle die Radgewebenutzungspflicht aufgehoben worden, heißt es in einer Pressemitteilung des ADFC. Grundlage für den Gesetzgeber sei die Erkenntnis gewesen, dass Radfahren­de auf der Fahrbahn besser sichtbar und damit grundsätzlich sicherer unterwegs seien. Die Anordnung dürfe seitdem nur noch erfolgen, wenn die Verkehrssicherheit oder der Verkehrsablauf es erforderten.

Da dies auf die Wolbecker Straße spätestens mit Einführung von Tempo 30 nicht mehr zutreffe, habe die Stadtverwaltung mit der Abschaffung der blauen Verkehrszeichen darauf reagiert. Das habe zur Folge, dass die Fahrbahn nun auch für Fahrradfahrende frei sei und somit schnelle oder mit Anhängern oder Lastenrädern Fahrende nicht mehr den Bürgersteigradweg benutzen müssen, wie es heißt.

„Fahrräder gehören nicht auf den Bürgersteig“

„Fahrräder gehören als Verkehrsmittel eben nicht auf den Bürgersteig“, heißt es weiter. Gerade Autofahrern sei die Rechtslage nicht bekannt, sie würden Radfahrer anhupen, um sie zu belehren. Die großen Schilder „Radfahren auf der Fahrbahn erlaubt“ wiesen deshalb auf diese Neuerung hin. „Der ADFC Münsterland begrüßt daher ausdrücklich die Aktion des Fahrradbüros der Stadt Münster zur Aufklärung der Verkehrsteilnehmenden“, heißt es. „Klar ist auch, dass dies nur der erste Schritt in Richtung Verkehrswende sein kann.“

Der Straßenraum sei künftig grundsätzlich neu aufzuteilen. Zuerst müsse für Fußgänger und Radfahrer geplant werden, dann für den Öffentlichen Nahverkehr – und zuletzt für Kfz-Verkehr und Parkraum.

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