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67 Personen

Ehemalige afghanische Ortskräfte der Bundeswehr in Münster gelandet

Münster

Mittlerweile sind in Münster 17 frühere afghanische Ortskräfte mit ihren Familien eingetroffen. Die ersten sind bereits in städtische Flüchtlingseinrichtungen umgezogen.

Von Martin Kalitschke

17 ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr sind mit ihren Familien in Münster eingetroffen. Foto: dpa

Mittlerweile sind in Münster 17 ehemalige afghanische Ortskräfte mit 50 Familienangehörigen eingetroffen – insgesamt 67 Personen. Unter ihnen sind 37 Kinder, berichtete Sozialamtsleiterin Dagmar Arnkens-Homann im Sozialausschuss. Bei fünf Kindern handele es sich um unbegleitete Flüchtlinge.

Die Ortskräfte, die Münster über bestehende Aufnahmeverpflichtungen hinaus aufnimmt, seien in der Vergangenheit als Angestellte der Bundeswehr am Flughafen von Kabul beschäftigt gewesen und hatten unmittelbar nach der Machtübernahme der Taliban ihr Heimatland verlassen, so Arnkens-Homann. Über die US-Airbase in Ramstein habe sie der Weg schließlich nach Münster geführt. „Die ehemaligen Ortskräfte sprechen sehr gut Deutsch“, unterstrich die Sozialamtsleiterin.

Weitere Flüchtlinge willkommen

Die Familien wurden zunächst in der zentralen Erstaufnahme auf dem Gelände der ehemaligen Oxford-Kaserne aufgenommen. Mittlerweile seien die beiden ersten Familien in Flüchtlingseinrichtungen im Stadtgebiet umgezogen, die weiteren Familien sollen bald folgen.

„Ob und gegebenenfalls in welchem Umfang der Stadt darüber hinaus afghanische Ortskräfte zugewiesen werden, ist noch nicht absehbar“, so Dagmar Arnkens-Homann. Die zuständige Bezirksregierung in Arnsberg sei ebenso wie das Land NRW über die grundsätzliche weitere Aufnahmebereitschaft in Münster informiert worden.

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