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Autonomes Ackern

Agrarunternehmertage: Neues für Feld und Stall

Münster

Auf dem Weg zur Halle Münsterland mussten sie noch alle brav die Hand am Lenkrad halten – nur um drinnen zu erfahren, dass es längst anders geht, jedenfalls auf dem Feld. Der Farmdroid FD 20 macht sich vollständig autonom auf den Acker.

-gap- Agrarunternehmertage in der Halle Münsterland am 27. September 2022. Da staunt Bauernpräsident Hubertus Beringmeier (links): Der Feldroboter Farmdroid FD 20, den Bernd Schmitz und Niklas Selhorst (rechts) von Agravis hier zeigen, fährt autonom und mit Solarstrom. Foto: Gunnar A. Pier

Das Spektrum der Neuerungen, die bei der Messe gezeigt werden, ist ausgesprochen breit, wovon sich Westfalens Bauernpräsident Hubertus Beringmeier bei einem ersten Rundgang am Dienstagabend überzeugen konnte.

Er lernte nicht nur den autonomen Farmdroid FD 20 kennen, den die Agravis AG zusammen mit acht regionalen Genossenschaften zeigt, sondern auch neu entwickelte Mais-Saaten, die mit der Trockenheit besser klarkommen, Apps für Schweinezüchter, einen akkubetriebenen Gülleschieber-Heber und ein com­putergestütztes System zur Überwachung der Milchkuh-Gesundheit. Dazu bekommen die Tiere ein Gerät in den Magen, das Daten über die Verdauungstätigkeit überträgt.

Sogar sich selbst verbreitendes Duftspray für Stalltiere in Stresssituationen lernten Beringmeier und seine Begleiter beim offiziellen Messerundgang kennen. Die Misere der Landwirtschaft zwischen öffentlicher Erwartungshaltung (Tierwohl) und Bremsfaktoren (Baurecht, Finanzierung und preisempfindliche Verbrauer) sprach der Präsident des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbands am Abend nur kurz an. „Wir brauchen Verbündete“, sagte er mit Blick auf die geforderte Kehrtwende. Die schafft offenbar wohl nur einer alleine: der Farmdroid FD 20. Die Agrarunternehmertage in der Halle Münsterland dauern noch bis einschließlich Freitag.

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